Samenausattung.
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sind. Nimmt man im Gegentheil guten Samenvon gutem Lande auf mager Land, so wird er den-noch magere und schlechte Früchte geben und niemalsaus diesem schlechten Lande besser wachsen, als er ausseinem früheren Boden wieder würde gewachsen seyn,eben so wie das Vieh von fetter Weide auf magereverletzt, schlechter und kleiner wird, als es auf seinerfrüheren Weide war.
Die Regel, daß man das Saatkorn von schlech-tem und magerem Boden nehmen soll, ist eben so we-nig allgemein. Sie setzt zum Grunde, daß das Kornvon magerem, bergigtem Lande, wie es gewöhnlich zuseyn pstegt, schwerer und vollkommener sey, alswas auf ebenen fetten Fluren, wo sich das Getreidelegt, gebaut worden; ist dieses aber nicht, und dasKorn, welches nian bauet, ist eben so gut und schwer,als das Fremde, so ist die Veränderung unnöthig undnoch dazu nachtheilig, wenn das Korn vollkommenerund schwerer, als jenes ist. Hieraus folgt also, daßman zur Aussaat das gesündeste, reifste und auchschwerste Korn nehmen soll, und daß man dann nurnöthig hat den Samen zu ändern, wenn man andernHainen haben kann, der diese Eigenschaften in einemhöheren Grade, als der eigene, besitzt. Aus derSchwere, wie schon oben erwähnt worden, kann manbeinahe, ohne zu irren, auf die Vollkommenheit undReise des Samens schließen. Der Landmann kann da-her zur sicheren Regel nehmen, daß er von jeder SorteFruchksamen immer die schwerstenzur Aussaat wähle.
Das Ausarten des GctreidesamenS kann nurin so fern Statt finden, daß es in seinen früherenunvollkommnen Zustand durch einen schlechten Bo-den oder schlechte Behandlung oder Kultur zurück-tritt, wie schon oben, S. 338 , angeführt worden.So findet man Ausartungen bei dem Grase und des-sen verschiedenen Arten. Das beste Gras auf trock-