Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
28
JPEG-Download
 

28

Adel.

adcliche Geschlechter noch jetzt blühen, von niederem Adelwaren; auch ist nicht zu zweifeln, daß die zwischen innestehenden Unterzeichneten von gleicher Dignität waren, daste alle klilites heißen. Da nun bey einer Menge Urkundenaus diesem Zeitraum ein gleiches wahrgenommen wird, soerhellt hieraus, daß wenigstens gegen das Jahr 1282 dasvon, als ein Standeswort, sehr gebräuchlich gewesen,daher man auch die in späteren Urkunden mit lle bezeichnetenNamen für niederen Adel halten kann.

In Frankreich war Philipp III. oder der Kühne, dererste unter den französischen Königen, der um das Jahr1284 einen Adclsbrief ertheilte; s. I. G. Merisel 6Staatcnhistorie 1775. S- 12z. Diesen ersten Adels-bricf erhielt der Goldschmidt Radulph zur Belohnungfür seine ausnehmende Gcschicklichkcit in Gold-und Sil-verarbeiten; s. d/are-,-. st? /' ////?. st-

1741. In Frankreich ist bekanntlich der Adel aufgehoben.Schoi» am 4tcn August 178Y wurden alle Vorrechte desAdels in Rücksicht auf die Bezahlung der Abgaben, alle ^Feudalrechte, Frohndienste, Zehnten, nebst den Vorrcch.len des geistlichen Standes, aufgehoben. Der 19. Jun.179a vollendete die Aufhebung des Adels in Frankreich,Leim es wurden an demselben, nach der bekannten Deputa-tion von Ausländern an die National-Versammlung, wel-che Cloots anführte, auf den Vorschlag Lambels, denLafayctte, Lameth u. a. m. unterstützten, alle Aus-zeichnungen und der ganze Adel abgeschafft, , es wur-den die Wappen zertrümmert, alle Adclsbricfe, Uc<künden und Stammbäume verbrannt, und die Livreenverboten.

In Schweden entwickelte sich der Adelstand von demEnde des i2tcn Jahrhunderts bis zum Jahr 1519, s. KarlDietrich Hüllmanns Handbuch derGeschichtevon Schweden.

Der