Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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Aesthetik.

und Kunst aufgestellt. Aristoteles war einer der ersten,der aus einzelnen Fällen Regeln herleitete; er bemerkte inden besten Reden und Gedichten das genau, waS allezeitgefällt, und machte daraus Regeln; aber er blieb bey derEmpfindung stehen, ebne den Grund derselben aufzusuchen.Durch seine Poetik lieferte er einen wichtigen Beytrag zurAesthetik; indessen verdient sie so wenig, als seine Rede«kunst, als vollständige Theorie der schönen Künste angese-hen zu werden. Dronysius Cassius Longinus,der um Lös nach Christi Geburt lebte, schrieb eine Abhand-lung vch- 85 , vom Erhabenen, worinn er nicht nur dieBegriffe vom Erhabenen meisterhaft entwickelt, sondernauch mehrere nützliche ästhetische Regeln giebt. Er giebtauch die Art an, wie man sich zum Großen und Erhabenenbüden könne, und drückt sich in Erklärung und Beurthei-lung der Beyspiele und Muster mit einem Grate von Em-pfindung aus, welcher den Üeser begeistert, und zu gleichemGefühle erhebt. Bey dem Erhabenen im Ausdruck, oderbey dem, was der Ausdruck zur Versinnlichung des Erha-benen beyträgt, hält er sich länger auf, als bey dem Er-habenen in der Sache oder in den Gedanken selbst, s.Meusels Leitfaden zur Geschichte der Geiebr-samk. r. Abth. S- 525. Indessen lieferten die Alten nureinzelne Beyträge zur Aesthetik, aber von einer auf festenGrundsätzen beruhenden allgemeinen Theorie des Schönenahndeten sie kaum etwas; diese ist vielmehr ein ausgezeich-netes Verdienst der neuern Philosophie. Unter den Neue-ren versuchte es Du B 0 s in seinen kleilexioor lur la ^oesteec la pcimure zuerst, die Theorie der schönen Künste auf ei-nen allgemeinen Grundsatz zu bauen, und aus demselben dieRichtigkeit der Regeln zu zeigen. Das Bedürfniß, daSjeder Mensch in gewissen Umständen fühlt, seine Gemüths-kräfte zu beschäftigen, und seinen Empfindungen eine ge-wisse Thätigkeit zu geben, ist das Fundament seiner Theo-rie. Ec bauete aber nur einige Hauptregcln auf diesesFundament, unk verfuhr übrigens empirisch, s. Sulzers

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