Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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Aesthetik. 4Z

Allgemeine Theorie der schönen Künste isteeTheil, unter Aesthetik. Göttlich AlexanderBaum garten, ein scharfsinniger Nachfolger des berühmtten Wolf, und Professor in Halle, unternahm es zuerst,die Aesthetik in die Form einer Wissenschaft zu bringen, undihr diesen Namen beyzulegen. So wie er, nach Wolf,den Grund aller angenehmen Empfindung in die undeutlicheErkenntniß der Vollkommenheit setzte , so nahm er sinnlichvollkommene Erkenntniß als das Wesen allerSchönheit an, und behandelte in dem theoretischen Theileseines Werkes, welchen allein er geliefert hat, alle Artender sinnlich vollkommenen Erkenntniß, als des Schönen.Er gab seine Aesthetik lateinisch zu jFrankfurt a. d. Oder17x0 in 8 heraus. GeorgFriedrich Meyer in Halle-ab Anfangsgründe aller schönen Wissenschaf-ten, Halle 1748 — 1750 in z Theilen heraus, welche,ob sie gleich früher, als Baumgarkcns lateinische Ae-sthetik erschienen, doch nur eine weitere Ausführung diesersind. Beyde Schriften enthalten die allgemeinen Regelnder Poesie, Redekunst und der gesummten schönen Künste.Hagedorn, Winkclmann und jLessing bildeten denGeschmack noch mehr aus, und führten ihn in der Wahldes Schönen auf untrügliche Grundsätze zurück; s. Meu-sels Neue Miscellancen artistischen Inhaltsr?y 7. 7tes Stück. S- 9Z4- 9 Z 5 - Außer diesen machten sichnochRiedel, Schlegel, Mendelssohn, Eber-hard, Eschenburg, Gulzer, Garve, Engel,von Blanken bürg um die Aesthetik verdient. Kantbereitete durch seine Kritik der ästhetischen Urtheilskraft,1790. auch der Geschmacksphilosopbie eine gänzliche Um-bildung vor, und erregte gegen die Möglichkeit einer solchenWissenschaft Zweifel, die aber selbst einige von seinen Schü-lern nicht überzeugend finden. Pros. Hercinann inLeipzig hat in der Einleitung zu seiner Metrik,Leipzig, 1799. inehreresgegenKanterinnert, undziigleicheine neue Begründung der Principien der Aesthetik bekanntgemacht. Netz»