Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
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4t Aetzkunst.

die Platte, deren unrechte Seite man dem Feuer zukehrt,jn einiger Höhe über den Kohlen auf, bis der Aetzgrvnd et-was hark gebrannt ist, oder zu rauchen anfängt. So baldsich der Aetzgrund nicht mehr an ein daran gehaltenes Stück»chen Hoiz anhängt, ist er gut, und man hebt die PlatteVom Feuer weg.

Der weiche Aetzgrund ist leichter aufzutragen. Wenndie Platte gut gereinigt und erwärmt ist, reibt man den inTastet eingewickelten Aetzgrund auf der Platte herum. DieWärme macht, daß er durch den Tastet schwitzt und an derPlatte klebt. Dann wird derselbe mir einem Ball von Taf»fct gleich vertheilt. Hierauf erwärmt man die Platte ge-linde über Kohlen, bis der Aetzgrund weich wird, und vonselbst eine glatte Fläche bekommt. Endlich wird er ge-schwärzt, oder mit fein geriebenem, mit etwas Gummi ver-setztem Tlcywcißbestrichen.

Neuere Künstler habe» ein zweytes Gründen, wel»ches man auch Uebergründcn nennen könnte, erfunden.Herr Gcyßer hat den ersten und mchrestcn Gebrauch vondiesem Verfahren gemacht. Ob er der eigcutltche Erfinderdesselben ist, weiß man nicht; wenigstens hat er dasselbettiehrern Künstlern milgeihetit. Wenn nämlich durch daäerste Aetzen die Haiißlschatten in die Platte eingcgraben wor-den sind, reinigt man solche, und reibt sie mit altbackener,aber nicht hart gewordener Semmel , um das Oclichte ausden Einrissen wegzubringen. AlSdcnn gründet man sie ganzauf die Art, wie das erste Mal, doch fällt das Schwärzenweg, damit die schon geätzten Striche, durch den Grundhindurch, sichtbar bleiben, und nun bearbeitet man diePlatte von neuem mit der Nadel, und holt daS Fehlende,nämlich die sanfteren Töne und Verspühlungcn nach. DenNutzen dieses Verfahrens findet man in Bla n ken b u cg sZusätzen zu Sulzers Allgemeiner Theorie derschönen Künste II. Th. 1792. S. 45Z. aus einandergesetzt.

Die