Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
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AeHkunst. 47>

Die Actzkunst ist neuer, als die Kunst, mik deinGrabstichel j„ Kupfer zu'stechen. Ueber ihren Erfinder istinan noch nicht einig. Job> Frd. Christ in seiner An«zeige und Ausl. der Monogr. Leipzig. 1747.G- 12z. und Meer mann (?. IX. S. 2;6.

geben bald den Michael Wolgcinut, der DürersLehrer war, bald andere Künstler für die Erfinder der Actz-kunst aus. Gewöhnlich schreibt man ihre Erfindung deinAlbrecht Dürer, geb. zu Nürnberg 147t-, gest. 1528,zu; doch ist diese Sache noch nicht entschieden. So vielist iinnicr ausgemacht, daß diese Kunst deutschen Ursprungsist, und daß man eS vergeblich versucht hat, einen Italic«»er zum Erfinder derselben zu machen. Einige habe» es»änilich wahrscheinlich finden wollen, daß AndreasMankegna, der 1451 zu Maulua geboren wurde, undund 1517 starb, der Erfinder des Aetzens sey, weil vcr«schicdene Kenner der Kunst in feinen Wecken doch wenigstenseinen Anfang der Leichtigkeit in der Ausführung wahrnah-rnen , welche man, da das Graviern zu seiner Zeit eine nochso neue Erfindung war, mit dem Grabstichel zu liefern kaumim Stande gewesen wäre; s. Kurzgefaßtes Hand-wörterbuch über die schönen Künste, r. B-Leipzig 1794. G- 2;. Andere fügen noch hinzu, daßsich Mantegna des ScheidewasserS zuerst auf Zinn be-dient habe. Mein diese ganze Beiiaiiptung ist bloß eineVermuthung, zu welcher die ctwaö feinern Kupferstiche desMantegua Veranlassung gegeben haben. Man weißzwar von ibin, daß er die Kupferstecherkunst mitdem Grab»stichel verbesserte; aber nirgends findet sich ein gütiges,deutliches Zeugniß darüber, daß er das Aetzen erfunden ha-be. Andere wollen den Franc. Parmeggiano oderParmigiano, der eigentlich Franciscns Mazzolihieß, zum Erfinder der Aetzkunst mache:;; allein Parini-gtano wurde erst 1504 geboren, und arbeitete wahrschein-lich erst um r;zo in dieser Kunst, von welcher man schondeutsche Blätter mit der Iahrzahl 15" hat. Abr- Bvsse

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