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Aetzkunst.
1678) ln seiner Anweisung zur Nadir.undAetzkunst. Nürnberg 1745. 8. giebt in der Vorrededen Holländer, Simon Frisius, für den Erfinder derAetzkunst aus, und bcbauptet, er hatte sich eines weissenAetzgrundcö bedient; indessen konnte Bosse keinen Be-weis dafür anführen, und da Frist us erst um 1640 bln-hete, so sieht man, daß er über ein Jahrhundert zu spätlebte, um Erfinder des Aetzens seyn zu können. Die älte-sten bekannten Beweise von der Aetzkunst lieferte AlbrechtDürer. G- Wolf Knorr in seiner AllgemeinenKünstlerdistorie. Nürnberg. 1759. 4. führt beyDücerS Leben ^0. 80. ein geätztes Blakt von AlbrechtDürern an, welches den heiligen Hicronymus mit einemschlafenden Löwe» vorstellt, und die Jahrzahl 1512 hak.
Auch Sandrarl -/Vc-r. ?. il. lab.
III. c. 2. S- 207. r^8Z. führt von Dürern ge-
ätzte Blätter an, die im Jahr 1515 verfertigt wurden.Candrart vermuthete schon, daß Dürer vor Mau-ke g na und Parmigiano mit der Radi,nadcl Versuchegemacht habe, und Herr von Murr hat dieses in seinemJournal für Literacur - und Knnstgcschichke2. Th. S- 240 folg. mit den in Eisenplatten geatzten achtOürerischcn Blättern von: Jahr 1512 biS zumJahr 1518erwiesn. Einige sind der Meynung, daß Jacq. Cal-lv t auS Frankreich, der i6z; starb, den so genannten har-ten Actzgrund erfunden habe; s. Blankenburgs Fnsä -tze in SulzerS Theorie der schönen Künste. 1.?h. S- 66. unter Actzen; allein Herr von Murr in denMerkwürdigkeiten der NcichS - Stadt Nürn-berg; S- 729, wie auch in der oben angeführten Schrift,schreibt die Erfindung deS harte» Achgrundes dem AlbrechtDürer zu. Gleicher Meynung ist auch Herr Pros. S i c-benkees, w ^scr in der kleinen Chronik Nürn-bergs- Altdorf. 1790. S. 59. meldet, daß Dürerdas Actzen wll Scheidewasser auf harten Grund erfand.Callok, Simon Frisius und Abraham Bosse be-dien»