Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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zo Aehkunst.

die mit schwarzer Kreide oder Rothstckn gezeichnet sind, nach-,ahmen, und dieß ohne Umrisse mit der scharfen Nadel ma-chen kann. Die dritte Manier vereinigt die genadelte undgesandelt Manier mit einander- I» derselben sind die Um-risse und scharfe Theile der Zeichnung mit scharfen Nadelnradirt, und die Schatten zum Theil durch die Sandmanicrangebracht. Durch diese Manier kann man die schönstenZeichnungen, welche mit der Feder gezeichnet, und mit Tu-sche oder Bister fertig gewaschen sind, in der größten Voll-kommenheit nachahmen. Die vierte Manier zeigt, wie alledrcyworhcrgchendc Manieren, auf einer Platte, mit unddurch einander vereiniget werden können, s. Kurzgefaß-te Abhandl. über die Aetzkunst, und die ge-ätzten 84 Blätter, welche durch Joh. Heinr.Tischbein herausgegeben sind. Cassel. 1790.

Die Kunst, den Krystall einwärts und erhaben so zuätzen, daß sich der Grund malt, aber jede Figur oderSchrift ganz hell darstellt, wurde von dem berühmtenGlasschneider, Heinrich Schwanhard z« Nürnberg,im Jahr 1670 erfunden. Die Veranlassung zu dieser Er-findung gab seine Brille, die, nachdem von ohngefährSchcidewasscr darauf gefallen war, als ein weiches Glasganz matt erschien; s. Kleine Chronik Nürnbergs.1792 S. 87.

Sonst kannte man keine Säure, welche einige Wir-kung auf Stemmten äußerte, deren Grundtheilc Kieselerdesind, wie das Glas und Porcellan. Aber seit mehrerenJahren entdeckte Schecledie Flnßspatsäure, welche diemerkwürdige Eigenschaft besitzt, das Glas anzugreifen, inDunstgestalt aufzulösen und zu verflüchtigen. DieselbeKraft äußert sie auf die Glasur des Porcellans. Diese Ei-genschaft benutzte Herr Professor Klaproth in Berlin, umvermittelst der Flußspaksaure eben so in Glas zu ätzen, wieman in Kupfer ätzte, und machte bereits 1786 in Crellschemischen Annalen seinen ersten Versuch damit be-kannt