Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
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64 Alaun.

die, wenn sie eine Politur erhalten, dein Alabaster ganzähnlich suid.

Alcmtt ist ein grobes, erdiqtes Salz, das in der Erde nie ge-biegen, sondern in Verbindung mit andern Körpern ange-troffen wird, und bey der Abdünjrung in großen, pyrami-dalischcn, ungleich scchsecklgten Krystallen anschießet, undeinen sauern, zusammenziehenden Geschmack bat. Der ge-meine Alaun, welcher gewöhnlich auS Alannschicfer oderAlauncrde gewonnen wird, ist weiß, glänzend und groß,daher er auch Glasalaun und Bergalaun genannt wird; erkommt aus England, Böhmen, Sachsen u. s- w- Derrömische Alaun kommt aus Italien, und zwar aus der Ge-gend von Cisitavcchia im Kirchenstaate, er wird aus ei-nem röthiichen Kalkstein, der zuvcr gebrannt wird, gesot-ten, ist weder so groß, noch so durchsichtig, wie jener,und mit einem röthlichen Staube bepudert; s. Margrgrafs chy mische Schriften i. B. KartheuserMineral. Abhandl. und Rieß praktische Ab-handl vom Alaun. Dieser rötbliche Alaun wird inBraunschwcig in gleicher Güte uachgemacht, midist eineErfindung der Gebrüder Gcavenhvrsti» Braunschweig;der Braunschweiger Alaun dient vorzüglich zur Färberey,die Farbe dringt damit tiefer ein, erscheint feuriger, unddie gefärbte Wolle läßt sich ungleich feiner und weicher, alsgewöhnlich anfühlen. Des Alauns der Alte» gedenke»Plniius und Columclla, Schriftsteller des erstenJahrhunderts, zuerst. Die Alten müssen mehrere Arte»Alaun gehabt haben, als uns gegenwärtig bekannt sind,denn Oiosco rideö und Plinius gedenken eines missenund schwarzen Alauns, welches viele Nachforschungen ver-anlaßt hat; Plin. Z5, H. 52. 5z. Bcckmann in seinenBeyträgenzur Geschichte der Erfin'dunger 2.Bd. S yr folg behauptet, daß der Alaun der Alten »ondem mistigen ganz verschieden sey, denn der ihrige war ge-diegen, und vermuthlich eine vitrivlische Substanz z !ec

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