Allemande. Almanach. uz
Wemande, in dcr Tonkunst, ist cine Gattung von Tonstücknu Vierviertelracte, und in ernsthafter Bewegung. -Ausdem Namen läßt sich schließen, daß die Allemande vondeut > cher Erfindulig ist. Man versteht auch ein Tanz-stuck darunter, dann hat es aber zweysiertel Tact und einemuntere etwas hüpfende Bewegung. — In der Tanzkunstbedeutet es einen ursprünglich deutschen Tanz, den man auchStrasl, „ rgisch nennt. Der Charakter seiner Bewe-gung ist Fröhlichkeit, und seiner Pantomime trauliche, scher-zende Zärtlichkeit. Das Zeilmaaß desselben besteht auszwey Vierteln, deren letzteres der Tänzer wieder in zwey-Tbcile theilt; daher seine Pas mit dem Gang des munternDaktylus in der Dichtkunst eine auffallende Aehnlichkeit ha-ben. Die Allemande kann sowohl von cineln, als auchvon mehreren Paaren getanzt werden. KurzgefaßtesHandwörterbuch der schönen Künste. i.B.i794-S. 45, und Sulzers allgcm. Theor. der schönenKünste, i. Th-1792. S- ii2.
Allgemeine Schwere s. Attraktion.
Allerdurchlauchkigff. Das älteste Diplom, in welchem die»scr Titel dem Käyser gegeben wird, ist vorn Jahr IZ44.Allgemeiner literarischcr Anzeiger. 1798. Nr.iO). S. 1064.
AlmagesI s- Astronomie.
Almcttmch ist ein Name, den man, zum Andenken des Gn-inclan, den Kalendern gegeben hat, und der „och jetzt inden meisten europäischen Länder» üblich ist. Um die Mittedes dritten Jahrhunderts n. C- G- lebte in Armorikum,das in der Folge Klein Bretagne genannt wurde, und zwarunter der Regierung des Königs Lusbras ein Mönch,Namens Guinclan, der durch seine Gelehrsamkeit, diedamals im Lesen, Schreiben und etwas Astronomie bestand,sich vor allen andern berühmt gemacht halte, und dessenAussprnche als Orakel galten. Er hatte es zu seinem Ge»Busch Handb, der Erf. 1. Tb. H schüft