rz6 - Anakreonkische ^Aersart.
Mitteln, und bey verschiedenen Einfallswinkeln, »lessenkam,. Die alten Optiker bcdiciircn sich hierzu einer Halb-kugel mit einem auf chwin Rande stehenden Quadranten,und einer um dessen Mittelpunkt beweglichen Regel. Manfüllte die Halbkugel mit der durchsichtigen flüssigen Materiean , neigcte die Regel unter einem gewissen Einfallswinkel,und bemerkte die Stelle, wo sie wegen der Brechung den un-tern Th'il der Kugel z» berühren schien; s.
/»er, er 1686. p. 68t. Keplek
beschreibt in seiner O/'o/v,'. i6n. 4. bib. I. c. z.
ein anderes Instrument, welches aus einem gläsernen Wür-fel beliebt, der in den Winkel zweyer rechtwinklicht zusam-mengesetzter Brctrr gesetzt wird, von denen das eine um eiltStück vor dem Würfel vorrage, übrigens aber mit ihmgleiche Höhe hat. Will man eine andere durchsichtige flüs-sige Matcrre anstatt des Glases untersuchen, so kann malteinen hohlen mit dieser Materie angefüllt n Würfel anstattdes alä'erneii gebrauchen. Neuere anaciastifche Werkzeugeund Vorrichtungen findet man in Priestley's Ge-schichte der Optik durch Kiügel. S. 241 undz6z.folg beschrieben.
Anakr;i)Ntischo ^Lers'ilrt ist eine leichte, kurze Dersart, dieaus dr.nlüsiigen Iaaiben besteht, und deren sich Anakre-r> n, der auS der Skadl ThejoS in Ionicn gebürtig, und«in Zeitgenosse des Cyrus und Cambyses war, übri-gens aber theils an dem Hofe des Polykratcs, Tyran-nen zu Samos. theils zu Alben am Hofe des TyrannenHipparchuS lebte, zuerst bediente. Man hat von die-sem Dichter- noch 71 Lieder, und einige Überschriften, dieihm zugeschrieben werden, doch hat man gegen die Aechtheitvieler darunter wichtige Zweifel vorgebracht. Eine großeMunterkeit, ein überaus feiner Witz, und die angenehmsteArt sich auszudrücken, sind der Charakter derselbe». AlleLieder, weiche in diesem Geiste geschrieben sind, werden da-her Anakreon tische Lieder genannt. Gewöhnlich wird
ein