Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
160
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Anemometer.

hende Scheibe. Die Are der Scheibe, welche die Gewicht,schnür trägt, hat auch einen Zeiger, welcher die Släikedes WindeS auf der Gradtafel angtcbe; s. Schauplatzder gemeinnützigsten Maschinen von Kunze.L. Bd. 1797.

Die Anemometer der zweyten Klasse, wo eine ebeneFläche den Windstoß auffängt, sind einfacher. Die ersteNachricht von einem solchen Windmesser, vlme MeldungdcS Erfinders, findet man in den24. x. 444.

Bonguer beschreibt einen Windmesser, der nochimmer einer der besten bleibt. Ein Blech von einem Quadrat-fuß Fläche wird dem Winde senkrecht entgegen gehalten;dieser treibt es mit daran befestigtem Stiele in ein Futteralhinein, an dessen Boden eine Spiralfeder entgegen drückt.Ein stärkerer Wind treibt also den Stiel tiefer hinein, alsein schwächerer, und durch einen Sperrkegcl wird der Stielfestgehalten, daß er nicht wieder zurück kann. So kannman sehen, wie tief ihn der Wind hineingetrieben hat, undversuchen, wie viel man Gewicht braucht, ihn eben soweithineinzutreiben. Alle diese Windmesser zeigten indessen »ucdie relative Gewalt der Geschwindigkeit des Windes Än;keiner diente dazu, die absolute Geschwindigkeit des Windes,und zwar durch bloße Beobachtung, ohne alle Rechnung,zu bestimmen. Der Professor Zeiher, der erst in Wit-tenberg war, und dann nach PcterSburg gieng. gab dahereinen Windmesser an, der, seiner Meynung nach, demletztem Zweck Gnüge thun sollte. Er bediente sich dazu desvon Bonguer erfundenen Windmessers, den er an einerbesondern Vorrichtung anbrachte, die ihm dazu bchnlflichwar, eine Scale für die absolute Geschwindigkeit des Win-des verzeichnen zu können. Die Beschreibung dieses Wind-messers findet man im Wi ttcn belgischen Wochen-blatt. 1772.Bd. Z4- Sr. S. 274.

Der