Aqua Toffaiia. r8z
stichen in dieser Manier; Allgem. Literat. Zeitung.1798. Nr. 249.
N^uck AvfiÄNck, agua «lclla l'ofläna, aoquetta lli d^apoli,Toffanisches Wasser, ist eins der schrecklichsten schleichendenGifte, weiches seinen Namen von seiner Erfinderin, Tos«fania, erhielt, die anfangs zu Palermo, nachher aberzu Neapel lebte, und solches anfänglich unter dem Namen:Manna deS heiligen Nico laus von Bari, in kleinen glä-
. fernen Fläschchen, denen sie bey Versendungen das Bilddieses Heiligen beylegte, verkaufte. Die Ursache, warumsie dasselbe unter dem Namen, Manna des heiligen Niko-laus von Bari verkaufte, war diese: man glaubte in derdortigen Gegend, daß aus dem Grabe des heiligen Niko-laus zu Bari ein WundcrLl fließe, welches für allerleyKrankheiten gut sey, und diesem Heiligen zu Ehren unterseinem Namen verkauft wurde- Toffania hielt also d'arfür, daß sie für ihr Gift keine sichere Firma wählen, könnte,«m bey Versendung desselben keine Untersuchung befürchtenzu dürfen; s. Beckmangs Beyträge zur Gcsch. derErfindungen, in der Abhandlung von denschleichenden Giften. Dieses Gift, welches so hellwie das reinste.Wasser aussieht und keinen Geschmack hat,verfehlt seine Wirkung nie, und keine Vorsicht und keinGegengift kann vor dasselbe sichern. Es greift die edelstenTheile im Körper an, macht aber weder Zuckungen, nochSchmerzen; und man kann es fast auf die Stunde berech-nen, wenn der Unglückliche, der das Opfer dieser Vergif-tung ist, stecbensoll. S-Conver sations - Lexikon,r. Th. 1796. S- 7Z- Gegen das Jahr 1729 erfuhr dieObrigkeit die Giftmischercy der Toffan ia, und bemühetesich, ihrer Person habhaft zu werden; allein sie floh voneinem Kloster ins andcri, wo sie auch Schutz fand, undi7Zo soll sie noch zu Neapel gelebt haben. Indessen versi-ckern Pitaval und Lc Tret, daß der Vicekönig, Gene-ral T h a u n, sie noch mit Gewalt aus dem Kloster habe
M 4 weg-