2aS Arseniksäure.
kalische Fiebertxopfen nannte, Wider das Fiber brauchte.Zu Anfange des i8tcn Jahrhunderts kam dieser Gebrauchdurch die französischen Aerzte nach Italien, und 1721 wur-de d«r Arsenik noch in Schlesien und Rußland gebraucht,ohne zu wissen, daß Arsenik, nach jeder Versetzung immerein wahres Gift bleibe, als ein solches im Körper wirke,und gewöhnlich eine Derzehrung nach sich ziehe. Im Jahr1718 schrieb der Geheime-Rath Hoffmann zu Halle eineStreitschrift über die Giftet Os ve-rc//«
die er dem kayserlichen Leibärzte, Pius Niko-laus von Garelli überschickte, und dieser war der erste,der den höchstschadltchen Gebrauch des Arseniks in der Arz-pey entdeckte, indem ex dem Geheimen - Rath Hoffmannschrieb, daß Arsenik nicht allemal schnell und heftig, son-dern auch, nach gehöriger Zubereitung, als ein schlcichen-des.Gift wirke; s. Beschreibung einer BerlinischenMedaillen - Sammlung von I. C. Mochsen.177z. Achtzehnte Woche und folg.
Arseniksäure- Die Chemiker hatten den Arsenik, wegen ei-niger seiner Eigenschaften schon lange unter die Klasse derSalze gesetzt, und die Salzjaure oder Vitrioljäure für einenseiner Bestandtheile gehalten; aber Scheele (Abhaiidl.der schweb. Akad. der Wifs. 1775. 2 ». IV. Nr. i.)und Bergmann (kVor-. a-v. H/r/. 7 . il.208. undO,>eL? 1777) erwiesen, daß der Arsenik
eine eigne von allen andern unterschiedene Säure enthalte,welche durch das Brennbare erst zu einem Arsenik, und beymehrerer Sättigung damit zu einem besondern Halbmckallewird, und deren Neigung, sich mit dem brennbaren zu ver-mischen , ungemein groß ist; s. LeonhardiinMac-quer's chym. Wörterbuche. Art. Arseniksäure.Die Arsenikhalbsaure wird in Arseniksäure verwandelt,wenn man sie mit übersaurer Kochsalzsäure, oder mit Sal-petersäure destillirt. Maquer bemerkte schon 1746, daß,wenn man eine Mischung von weisser Arscnikhalbsäure und
Sal-