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Artillerie.
anfiengen, auf Meßkunst »nd Naturlchre gebaute Untersu.chunge» über die Struktur der Feuergeschutze, und über. dieBahn der Projektilen anzustellen. Lanucci Bicingocciohakte zwar zu Anfange des röten Jahrhunderts die Berei-tung verschiedener Kunstfeucr, die Verfertigung des Geschü-tzes und des Schicßpulvcrs in einer besondern Schritt ge-lehrt; aber Nicolaus Tarlaglia wandte auf die Geschütz-kunst, die bisher blos Handwerksmäßig betrieben wordenwar, zuerst mathematische Grundsätze an, und bewiest, daßkein Theil der Bahn der Gcschützkugeln gcradlinigt sey, wieman dieses bisher von dem erste» Theile des Wegs einer Heunoncnkugcl geglaubt balle, sondern daß diese Bahn einekrumme Linie sey; s. dttcvlo l'Art^ÜL (^ucliti e InvlMLivnblab. I. Quellt. Ferner entdeckte er, daßem Erhöhn,Igs-wiukel von 45° die größte Schußweite gebe; ebcnd. ^uctir.i. AlS er sich 1551 zu Verona als Mathematiker aufhielt,veranlaßte ihn einer seiner Freunde, ein Bombardirer, überdie Schußweiten der Geschütze nachzudenken. Ein andrerArtillerist wollte gegen ihn behaupten, daß nicht 45 Grade,sondern ein Erhöhungswinkel von zo Grade» die größteSchußweite gebe. Dieß veranlaßte zwischen diesem unddem Tarraglia eine Wette und zugleich Versuche, die mit ei-ner 2opfü»digcn Schlange bey St. Lucia angestellt wurden,da dann der Winkel von 4; Graden die Kugel 1972 scchs-füsstge Ruthen, hingegen der von ;o Graden die Kugel nur1892 Ruthen - Veronescc Maaß - weit trieb. Dieß be-wog den Tartaglia, die Gründe aus einander zu setzen, auf' denen die Bewegung schwerer Körper beruhet. Sie erschie-nen unter dem Titel: ve»3 novs scienris. Auch gabDan. Santbech zu Basel stroblemstum Astronomie, et r;eo-inetrieor. tteerione« Vll heraus, deren sechster Abschnitt:öe abkolulo Lrtistcio ejaculsnsti kpbseror rormencsrias han-delt , welches in der Folge Rivault für seine Arbeit ausge-geben bat. Ob nun gleich die Resultate der Untersucht»!-gen eines Tartaglia, Santbech u. a. wegen der Unvollkom-nienhett der Naturlehre, nichtdmchgangig richtig ausfielen:
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