Artillerie.
Geschüßkunst gaben dazu dienende Tabellen; s. Tr.Acks„ror>^ '////. ' 1 °. l. p. I. lit. I. In neueren Feite»folgte man auch in deutschen Artillerien diesem Gebrauche»z. B. im Handbuchc der praktischen Artillerie-Wissenschaft. Dresden, z. Absch. §- 89. Im r 6 te»Jahrhundert erfand Franz von Pappendocf da-Marschlager für die Schildzapfen der schwere»Kanonen; f. Lasset en. In Frankreich setzte der Herzogv 0 >1 Gully, und in Deutschland und Spanien Kacl V.die Einrichtung des groben Geschützes auf einen bessern Fuß,und letzterer hatte sogar einige Artillerieschulen ange-legt, die sich jedoch weniger mit dem scientifischen, als mikdem praktischen Theile der Geschützkunst beschäftigten. Derschwedische General Wränget brauchten» zojähcigenKrie-ge zuerst glühende Kugeln, s. Nachrichten vongelehrten Sachen. Erfurt. 1799- 52. St. G. 4 t 4 -Colkado, Genrilini, Uffano, Buhle, Gimie-nowicz u. f. w. verbreitete» durch ihre Schriften mehrLicht über das Gußwefen, über die Verfertigung des Pul-vers , und der Kunstfeuerwerke. Doch waren alle bloßePraktiker, mit der Mathematik nur wenig, und mit derNaturlehre gar nicht bekannt, daher ließ sich in Absicht derballistischen Theorie gar nichts von ihnen erwarten. Hierkonnten nur Mathematiker etwas leisten, und dieß geschahzuerst von Galilei, welcher entdeckte, daß die horizon-tal oder schief geworfene Körper parabolifcheLinienbeschreiben müssen, in sofern der Widerstand der Luft die-ses nicht ändert. Setzt man diesen Widerstand außer Au-gen, so erhalten die Lehren, die sich von den Galt lei-schen Sätzen herleiten lassen, den Namen der parabo-lischen Theorie der Ballistik. Aber die Aufgabe,dasjenige zu finden, was der Widerstand der Luft an die-ser Theorie abändert, heißt das ballistische Problem;
I6z8. 4. Nach des Galitei Entdeckungen ent-
wickelten Mcrsenne und Torricelli die parabolische
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