Artillerie.
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seit vielen Jahren 2 bis zpfnndige Niethakcn mit kegel-förmigen Pulverkammern; weil nun dabey viel Pul-ver erspart und doch gleiche Wirkung erhalten wird : so ver-suchte man eben daselbst auch dc» Kanonen solche Pulver-kammern zu geben, worüber man jedoch erst mehrere Ver-suche anstellen will. Neue Abhandl. der königl.Akad. der Miss. zu Stockholm. 1798- 2. Quartal.Nr. r. Monta lcmbert erfand eine Art Lasteten, wor-auf die schwerste Kanonenur von dem dritten Theile der sonstdabey erforderlichen Kanoniers gerichtet werden kann; manmachte noch kurz vor seinem Tode in Frankreich Versuchedamit, die der Erwartung entsprachen. Ein Kupferschmidtin Portsmouth gab im Jahre 1798 den Versuch an, einei8 Fuß lange Kette ausgespannt aus zwey Kanonen, die14 Fuß weit von einander standen, in einem Augenblickezugleich abzufeuern, ,anf welche Art dann die Kette, da sieeine Qucrlinie bildet, größeren Schaden thut; s. All-gem. Lite rar. Anzeiger 1798. Nr. 84. S- 864.In Rußland ist die Artillerie, durch die Vorsorge des Kay-scrs Paull., auf einen vortrcflichen Fuß gesetzt worden;auch erfand dieser Monarch ftlbst Artillerie-Stücke von ganzneuem Kaliber; s. Bamberger § eitu 11 g. 1800. Nr.260. Man vergleiche noch die einzelnen zur Artilleriegehörigen Artikel, als: Bombe, Carrassc, Haubi-tze, Kanone, Mörscr u. s w. — Bey angehendemsiebenjährigen Kriege hatten die Armeen wohl kaum mehrGeschütz bey sich, als sonst; aber eine bloße Vermuthunggab die Veranlassung zur Einführung der großen Menge vonArtillerie. Bey Lowositz placirte nämlich der Obrist derArtillerie von Müller das Geschütz so vortheilbaft, daßsolches eine gr"ße Wirkung that; daher die österreichischenRelationen der großen Menge preußischer Artillerie gedach-te» , und solche für die Ursache des Guccesses hielten- Diepreußische Cavallerie bekam ein ungewöhnliches heftiges Ka-noncnfeuer; der König vermuthete daher beym Feinde einegwße Ucberlegcnhcit an Geschütz, und schrieb an Schwe-
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