2 2- Artischocken.
Obersten der Artillerie wurden von Ludwig XIII. in Frank-reich (reg. von 1610 bis 164z) ernannt. Auch in Frank-reich bestand das Artillerie-Corps bis auf Ludwig XlV.bloS aus einem CorpS von Offizieren, wozu man nur,wenn ein Kvcg entstand, Gemeine warb, und diese nachdem Kriege, bis auf die Kanoniers, die man in den Fe-stungen brauchte, wieder abdankte. Im Jahr 1668 errich-tete Ludwig XlV. das erste beständige Artillerie-Corps,welches aus sechs Compagnien Kanoniers bestand. WenigeJahre hernach, nämlich 1671, errichtete er das königlicheFüsilier-Regiment, zum Dienste und zur Bedeckung der Ar-tillerie, welches aus roo Kanoniers, roo Sappeurs, und200 Arbeitern bestand, welche zusammen der Stamm desin der Folge so ansehnliche» französischen Artillerie-Corps waren; s. Mtlitairischcr Taschenkalendera. a. O.
Artillerie - Schule. Schon Kaysir KarlV. legte einige Ar-tillericschulcn an, in denen inan sich jedoch mehr mit dempraktischen, als mit den siientifischen der Artillerie beschäftigte;s. Artillerie. Ludwig XIV. legte 1679 zu Douay inFrankreich eine Artillerie-Schule an, die aber bald wiedereingieng. Hierauf legte er 1720 dergleichen Schulen in al-len den Städten an, wo Artillerie zur Besatzung lag.Militairischer Taschenkalender. Leipzig. 1780.S. »52.
Artischocken , wovon es mehrere Arten giebt, sind eine Vi-stelart, von der man an einigen Orten die Blätter und Rib-ben, an andern nur den fleischigten Blumenboden der Kö-pfe, vor der Blüthe, als ein Eemüße bereitet- SchondieGriechen und Römer genossen den Blumenboden von den Kö-pfen einiger Disteln; ob dieses aber unsere Artischocken ge-wesen sind, ist ungewiß. Diese kamen auS der Levantenach Sicilien, von da nach Neapel, von da brachte eineraus. dem Hause Strotza 1466 die erste Pflanze nach Flo-renz;