Arzneykunst. 227
renz; 147z war eine Pflanze davon in einem Dorfgartenbey Venedig, und zu Anfange des i6ten Jahrhunderts ka-men fie nach Frankreich; s. Beckina uns Beytragezur Geschichte der Erfindungen, wo man eineAbhandlung über diesen Gegenstand findet. In Englandwurden die Artischocken unter Heinrich Vill. bekannt. S-Schrocckhs Geschichte für Kinder. lV. 2.S. l 4 >.
Zlrzneykunß ist eine der ältesten Künste, die von asten Völ-kern getrieben wurde, und auch bey allen Völkern aus glei-cher Veranlassung entsprang, indem das Bedürfniß daraufleitete. Der Bau des Feldes, das Erbauen der Wohnun-gen, und die Handarbeiten konnten nicht iiiiiner ohne äußereVerletzungen abgehen. Der Schmerz von diesen Verletzun-gen erregte das Verlangen nach Heilmitteln, und diesesleitete auf Versuche, die oft der Zufall begünstigte. DerGeheilte theilte seine Mittel andern durch Erzählung mit,oder wandle fie auch wohl selbst an, und so ward er Arztoder Wundarzt, denn die Wundarzneykunst war wohldie erste medicinische Kunst. Kriege vervielfältigten dieGelegenheit zur Ausübung der Chiriatri, und gabenvielleicht auch den Aerzten den Namen, wenn manvon lss, der Pfeil, herleiten will; s.
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cko^/. 1792. UebecdicfiS zog auch der unvorsichtige oderunmäßige Genuß mancher Nahrungsmittel, und der ein-rcißende Luxus mancherley Krankheiten nach sich, die ohneArzncymiltel nicht weichen wollten, daher man sich bemü-hen mußte, solcheMitrel kennenzulernen, aber diese Kennt-niß konnte anfangs nur empirisch seyn Man bemerkte,daß Kranke schlimmer wurden, die sich mit Speise überfüll-ten, daß sich aber diejenigen erträglicher befanden, die sichder Speise enthielten; man beobachtete, daß manche Kran-ke vor oder während des Fiebers, andere aber nach demFieber etwas gegessen hatten, und fand, daß sich die erster»
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