2Z9
Astrolabium.
waren aber nur besondere Astrolabien, die auf einegewisse Polhöhe gerichtet waren. Synesiu 6 von Cyreue,rm Schüler der berühmten Hypatia und Tischoff;n Plo-keniais i» Lybien, schrieb :m 5teN Jahrhundert ein beson-deres Buch über dieses Astrolabium, weiches er zugleichsehr verbessert hatte; s. I. A- Fabricii Allg. Hist. derGclehrs. 1752. 2. B- S- 448. Wer das erste allge-meine Astrolabium erfunden hat, ist unbekannt; im ytenJahrhundert schrieb der Araber Messalah über die Ver-fertigung des Astrolabiums, s. Meusels Leitfadenzur Geschichte der Gelehrsamkeit. 2te Abth.S- syl. Da aber von seinen Schriften nichts gedruckt ist:so weiß man auch nicht, ob er dasgekannt habe, oder nicht. Einige schreiben die Erfindungdesselben dem Johann Stöfle r zu, s I. A Fa bc icilAllgcm. Hist. der Gelehrs. 1752. 1. Band. S.465., welcher im Jahr 1510 ein allgemeines Astrola-bium , das auf alle Polhöhcn eingerichtet, und an allenOrten des Erdbodens zu brauchen war, beschrieb; allein ergesteht selbst, daß er nicht der erste Erfinder desselben sey»Andere wollen den NcincrGem m a aus Frießland, auchG c m m a Fr isiuö genannt, zum Erfinder des allgemei-nen Aftrolabü machen, weil er vor jenem ein besonderesBuch cke ^/K-o/a^r's schrieb. Letzteres ist mir aber
uuwahrschcliilich, denn Geinma Frist us starb 1550,und Stöfler hatte sein allgemeines Astrolabium schont.I. 1510 beschrieben, sollte also Gcmma FrisiuS nochfrüher, als Stöfler, das allgemeine Astrolabium be-schrieben Haben s Ich zweifle sehr, zumal da sich GemmaArisius in der Beschreibung des Astrolabil nicht nur aufde» Ptolemäus und Werner, sondern auch auf Stöf-ler, bezieht, und dem leHtern besonders in Absicht bergan»zcn Lorstellungsart dieses Werkzeugs, den nicistcn Beyfallgiebt. Die Schrift des Gem >» a Frisius sseE^oLo findet man in folgender Ausgabeseiner Kosmogra»phle! O/'ö/r,
R 2