Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
261
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Astrolabium. 26».

hien angegeben; f. Rosenthals Mathe in at. Encyrclop. i. 5 H. S. 122.

Ein anderes Afirolabium ist dasjenige, welches zurSee gebraucht wird, und aus einer zirkelcunden mclstnge-11c» Scheibe besteht, die im Durchschnitte etwa einen Fuß,und ^ Zoll in der Dicke hat, damit es gcnugiame Schwerebekommt, mit einem Ringe, an dem es frey beweglich hän-gen, und leicht auf alle Seiten zu wenden seyn muß, undeiner beweglichen Regel mit Dioptern. Die Scheibe wirdin 4 Viertel, und jedes in 90 Grade getheilt. Die lin«,Lcluciae oder der Horizontal-Durchmesser, muß mit demHorizonte, wenn das Instrument an seinem Ringe hängt,genau übcreintreffen. Alsdenn wird das Instrument mitseiner »Seite gegen den zu messenden Stern gewendet, unddie Regel so lange bewegt, bis der verlangte Stern durchdie Dioptern erblickt wird, oder wenn eS die Sonne ist, ih-re Strahlen durch dieselben hindurchscheinen. Außer dieserAbtheilung in Grade sind auf derselben Scheibe noch zweyandere Zirkel, aus einerley Mittelpunkte mit dem ersten be-schrieben, deren einer in Z65 Theile, für die Tage im Jah-re, der andere in 12 Felder, und jedes wieder in zo, fürdie l2 himmlische Zeichen, abgetheilet ist. Diese Erfin-dlnzg, das Astrolabium bey der Schiffahrt zu gebrauchen,fällt zwischen 1481 und 1495, in die Zeit der Regierung desportugiesischen Königs, Johannes ll, der demRode rieh und Joseph, seinen Aerzten, und demMartin Bchaim aus Nürnberg den Auftrag gab,etwas zu erfinden, wodurch man der Gefahr, sichauf der See zu verirren, nicht mehr ausgesetzt sey.Diest fielen darauf, das Astrolabium zu diesen» Mit-tel zu wählen, und lehrten, wie man durch das-selbe, auch ohne Magnetnadel, aus der See wis-sen könne, in welcher Gegend man sey; Journalzur Kunstgeschichte und allgemeinen Littera-tur, herausgegeben vom Hrn. von Murr. InMartin Bchaims Leben.

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