Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
262
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r.62 Astrologie.

Endlich v.rsteht man auch unter Astrolabium ein In-strument, weiches zum Aufnclmie» der Winkel beym Feld.messen dient, und auü einem kalben Zirkclboge» besteht, derin Grade und Minuten abgetheilt, am Diameter mit 2Dioptern versehen ist, und ein bewegliches, auch mit Di-optern versehenes Lineal hat, das um das Centrum gewen-det, und aus den begehrten Punkt mit den Dioptern gerich-tet wird , da es dann mit dem einen Ende auf dem abge-theilten Zirkel die Grade, und folglich die Weite des Win-kels anzeigt.

Astrologie ist die eitle und betrügerische Kunst, aus der Stel-lung der Gestirne zukünftige Dinge, und besonders dieSchicksale der Menschen vorhersagen zu wollen. Sie ge-hört »ut unter die ältesten Arten des Aberglaubens, undentsprang, nach Bail! y Gesehichtc der Gtccu >' undcdes Alterthums. Aus dem Franz. Leipzig. 1777.8- l- B- S Z'O -aus der Wahrnehmung, daß die Gcstir-ne, hcsouders Sonne und Mond, - einen unverkennbarenEinfluß auf die Jahreszeiten, Witt rung und Fruchtbar-keit der Erde hatten- Dieß veranlaßte die Einblidnng, alsob alle Gestirne nur um der Erde und um der Mensche»willen geschaffen wären, und daß sie, da sie auf die Erdeeinen Einfluß hätten, auch in Rücksicht der Menschen vonBedeutung seyn, und nicht nur auf die Begebenheiten gan-zer Völker, sondern auch auf die Sitten und Schicksale ein-zelner Menschen Beziehung habe» müßten. Aus einer Tra-dition der Aegypkier, welche O/sss. 1 .//-. I. c. 28. an-führt, daß nämlich Bclus eine Colonieaus Aegyptcn nachAsien geführt, die sich am Eupbrat niedergelassen, und nachArt der Aegypücc Priester gehabt habe, die von öffentlichenAbgaben bcsreyt gewesen, und von den Babylonicrn Chal-daer genannt worden wären, könnte man 'vermuthen, daßdie Stcrndeuterkiinst eine Erfindung der Aegyp N e rsey, wie denn auch wirklich bey den Aegyptiern sich beson-ders die Thebaer ihre Erfindung zueigneten, s. k'/.-'». Vik.

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