Astronomie. «>67
ihren Abwechselungen fleißig betrachtete. Lange Zeit hieltman die Bewegung dieser himmlischen Körper, so wie siernS Auge siel, für wirklich; erst in spätern Zeiten konnteman mit mathematischer Gewißheit darthnn, daß sie blosscheinbar war, Eben das glaubten die Menschen von derihnen bald bemerkbaren Bewegung der Sonne um die Erde.Nur die Entdeckung der Centrifugalkratt der irdischen Kör»per, der spharvidischen Gestalt der Erde, und der Aberra-tionen der Fixsterne, gab einen unstreitigen Beweis vonder Bewegung der Erde um die Sonne. DaS frühe Ent-stehen der Astronomie wurde durch mehrere zusammentreffen-de Umstände veranlaßt und befördert. Hieher gehören be-sonders : die L c b c'n s ar t der ersten Menschet,, die imAckerbau und in der Viehzucht bestand, wodurch siegcnötlstget wurden, den grüßten Theil des Tags und derNacht auf dem Felde zu seyn, welches thue» Gelegenheitgenug gab, bey Tage den Lauf der Sonne, und bey Nachtden Lauf des Monds und der Sterne zu beobachten; derAckerbau, und die dazu gehörigen Arbeiten,welche, wenn sie gehörig verrichtet werden sollten, eineZeitbestimmung nothwendig machten, zu welcher der schein-bare Lauf der Sonne, des Mondes und der Sterne der si-cherste Maaßstab war; der in Sud-Asien und Aegyptc»meistens heitere Himmel und die großen Ebenendieser Lander, worauf d:e Menschen einen großen Theil desHimmels übersehen konnten; wenigstens sagt s als Ot-r,'/»ne. I. c. I., daß ei» immer heiterer Himme! und ei» un-ermeßlicher Horizont die Affyricr zu astronomischen Versu-chcn eingeladen, und ihnen dieselben erleichtert habe; ebendeswegen wählte auch der Kalife Al. Mamou oder Al-Mauiouu im yten Jahrhundert, und, zoo Jahre nachihm, der Sultan Gelalcddi 11 Melik Schach jene Ge-gend vorzüglich dazu; auch die Verrichtn »gen desbürgerli ehe» Lebens, die Reisen i» den unge-heuern Sand-Ebenen zur Nachtzeit, und endlich dieEchistnhrk machten einige Kenntniß der Astronomie norh-» wen-