Astronomie. 269
per und Luckanus ein ganzes Volk, namlichdieAe-thioPier, als Erfinder der Astronomie. Jeder von die-sen galt .'läinlich als Erfinder der Astronomie für feine Ge-gend, wo er dieselbe zuerst einführte und bekannt machte,und jede Nation ehrte und erhielt auch oft in Mythen un-ter sich das Andenken desjenigen, dem sie die ersten Kennt-nisse in dieser Wissenschaft zu danken hatte. Wenn zumBeyspiel oje Alten die Erfindung dieser Wissenschaft demUranus, dem ersten König der Atlanlier, zuschreiben, sokann dieses nicht so zu verstehen seyn, daß er der erste Erfin-der derselben gewesen sey, weil er erst um das Jahr 2400n- E. d. W. lebte, und diese Wissenschaft weit früher schonbekannt war. Uranus war also nur in seinem Reicheder erste, der diese Wissenschaft trieb, und machte auchEntdeckungen in derselben (s. Bailly Geschichte derAstronomie, Tb- 2. verdeutschen Uebers. S-ro.),darum wurde er von den Atlanlicrn für den Erfinder dersel-ben gehalten. Sem Sohn Atlas, der zu Mostü Zeitgelebt haben soll (k'e/.M/r Um/,, k, 4.) setzte
diese Wissenschaft fort, und die Einwohner von Tanagra inBäorien zeigten noch zur Zeit des Pausanias den Ort,wo er seine Beobachtungen gemacht hatte, s. k'av/,«. Lr'ü.IX. x. 297. Die Mythe, daß Atlas den Himmel getra-gen habe, erklärt schon O/sR m. c. 6o>. von seinenVerdiensten um die Sternkunde, und der von ihm erfunde-nen Himmelskugel. Auch tHo V, z. sagt: daßdie Fabeln voni Atlas, der den Himmel trug, vom Pro-metheus, der an den Caucafus geschmiedet war, wieauch von den unter die Sterne versetzten Personen, zu wel-chen Cepbeus und seine Frau, Cassiopea, ihr Eidam,Pcrseus, und ihre Tochter, Andromeda gezahlt wer-den, blos aus der Kenntniß der Sterne, welche sich diesePersonen erworben hatten, entstanden wären.
Aegyptier, Jndier, Sincser, Babylonier und Ara-ber machten schon in den ältesten Zeiten Himmelsveobach-
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