Astronomie. 2§;
in Franken l4Z6 -j- 1476, verbesserte die aus dem arabi-schen verfertigte lateinische Ueberseßung des Almagests auSdem griechischen Texte, wie er sich denn, nebst dem Puc-bach, um Ausbreitung dcr gricchischen Schriften überhaupt,um Beobachtungen und Rechnungen große Verdienste er-warb. Besonders erwarb sich Regio montan» 6 durchseine vom Jahr 1474 bis 1506 berechneten astronomi-schen Ephcmeriden großenRuhm. Um diese Zeitwur-den die ersten astronomischen Bücher gedruckt;das erste war das Gedicht des lateinischen Dichters, Mar-kus M a n i l i u s, das zweyte aber waren die eben erwähn«teu Ephemeriden des Johann Müller; beyde Wer-ke kamen !474 zu Nürnberg heraus; s. Allg. Hist.Lexikon 1709. IV. S. 269 ä. Scheibe! in seinerEinleitung zur mathematischen Bücherkcnnt-n iß. Dr es lau 1784. St. z. S. lo. hält, nächst deinManilius des ^0. für das erste
gedruckte astronomische Tuch. Nach M nllcrs Tode wur-de sein Schüler, Bernhard Walthcr, ein Nürnberger(geb. i4Zo 1504), der größte Astronom. Er legte denGrund zu der Lehre von der astronomischen Refraktion undseine astronomischen Beobachtungen wurden, mit denen sei-nes Lehrers, 1544 zu Nürnberg gedruckt. Der CardinalNikolaus Cusanns (geb. zu Cuß im Triecische» 1401^ 1464) suchte die Meynung der Pyihagoraec von der Be-wegung der Erde um die Sonne wieder geltend zu machen,konnte aber nicht durchdringen. Glücklicher war hierin»Nicol Copernicus, geb. zu Thoren im Preußen 147?
154z, welcher schon i. I. 1507 die Unzulänglichkeit deralten Hypothesen einsah, wodurch man die Bewegung derPlaneten erklären wollte, und bemerkte, daß ihre Bewe-gung leichter zu erklären sey, wenn man annähme, daß sichdie Erde um die Sonne bewege. Es gelang ihm auch, die-se schon den Pythagoräcrn bekannte richtigere Einrichtungdes Weltsystems, die ein ganz neues Licht über die Stern-kunde zu verbreiten anficng, zu erweisen und ihr Ansehen zu
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