Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
143
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Baukunst.

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Häuser von verschiedenen Stückwerken bauen. Zu diesenGebäude» »ahm man stärkeres Holz als gewöhnlich, undließ das Maucrwcck vd,i Steinen auffiihren, die durch ei-nen aus Sand und Kalk gemachten Kitt zustimme,igchalteüwurden. Da man aber hernach die Gypsgrube» bey Pa-ris entdeckte, bediente man sich dieser Materie- um dieSteine damit zu verbinden, und die Häuser sowohl von in-neu als außen damit z» weißen, wodurch auch die schlech-testen Häuser einiges Ansetzn bekamen. Uebrigens wurde!»Ziegeln und gehauene Steine nur bey Kirchen, Pallastui undöffentlichen Gebäuden gebraucht. Die Dächer- die vieleJahrhunderte blos mit Stroh gedeckt waren, wurden nachund nach mit Ziegeln und Schiefer gedeckt; doch brauchteman letzter» auch nur bey außerordentlichen Gebäuden. Dadie Zimmernianns- und Maureckunst sich vervollkomm-nete, stetig man in Paris an, Häuser von beträchtlicherHöhe uns Umfang zu bauen, deren Untertheil allemal füreinen Handlungsladen bestimmt war. In der Folge wurdedurch die Ei findn,,g der KUtfchen bey den meisten Häuserndie Erbauung der Thorwege und Höfe veranlaßt. Im l4tenJahrhundert wurde das Glas i» Frankreich erst zu Kirch-fenstcrn- hernach zu Fenstern bey Pallästen, und endlich inPrivathäufern gebraucht. Erst später wurden, statt desFeucrplatzes, Kamine mit Schornsteinen, und endlich Oe-fen in den Häusern angebracht. Jacob Coeur, welcherSchatzmeister unter Ka rl Vll. und die reichste Privatper-son seiner Zeit war, ließ ein Haus bauen, dessen obereStockwerke aus glänzenden Ziegeln bestanden ; dieser Glanzentstund aus einer überzvaencn Rinde von Bley und Kupfer»Die Kirchen in Frankreich sind die vornehmsten Denkmälerdes Gothischen Geschmacks, dessen Periode daselbst um dasJahr lsso zu Ende gicng. Nach dieser Bauart wurde diejetzige Catlndralkirche in Rheims i. I. 840, und die inCharmes l. I. >020 gebaut- welche letztere sonst unter dieschönsten Gebäude im Kvmgrelch gehörte, und noch jetzt etttsehr ehrwürdiges Gebäude ist. Unter dieser Kirche sind nn-

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