Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
144
JPEG-Download
 

44

Baukunst.

kerirbische Grotten, deren Anlegung man den Druiden zu-schreibt. Die Cathcdralkirche zu Paris wurde loio unterder Regierung des Königs Robert angefangen, u>idn8iunter Philipp August geendigt. Die große Caihedcal-kirche zu Amicns wurde im izten Jahrhundert erbaut; s.Versuch einer Kulturgeschichte von den älte-sten bis auf die neuesten Zeiten. Franks u.Leipzig. 1798. G- 4Z—5Z. Die königlichen Pallästdzeichneten sich im igle» Jahrhundert blos durch eine großeAnzahl geräumiger Zimmer und Säle auS, ingleichen durchblendende Zierrathcn. Die Zimmer kvarcn gewöhnlich mitschwarzen und wcissen Steinen belegt; die Balken und Fuß-böden waren häufig mit Lilien von vergoldetem Zinn geziert,und die Kamine »ahmen fast die ganze Breite der Säuleein. Was die alten Schriftsteller ein königliches Schloßnannten, war ein bloßer Maicchof, mit Waldungen, Tei-chen , Stutlcreyen und Hcerden. Man zählte an lüo sol-cher königlichen Wohnungen in Frankreich. Das Louvrewar zu Dagoberts Zeiten «in bloßes Jagdhaus, wo diePfeide dieses Monarchen aufbewahrt wurden, und seineJäger wohnten.' Unter Philipp Augusts Regierungwurde eine Art von Citadelle daraus gemacht; es wurde mitThürmen versehen und mit einem breiten Graben umgeben.Nachdem das Louvre zehn Jahrhunderte lang außerhalb Pa-ris gelegen halle, wurde es von Karl V. i- I. IZ67 in-nerhalb dessen Ringmauern eingeschlossen. Das Louvre wardamals eine Masse von großen Gebäuden, die alle nur einStockwerk hakten, und in ungeheuere mit Tafeiwerk undVergoldung gezierte Säle abgetheilt waren. Ueber diesemersten Stock waren kleine Gemächer angebracht, die in.r Zie-geln und Schiefer gedeckt waren. Die andern Theile deLGebäude hatten nur Strohdächer. Hwrz,i kam noch ej„Raum für die Taiihenhäusec, Hühncrbeüällnisse» Kellerund Garte». König Franz !. ließ l ;28 den großen Thür»»herunterreißen, und späterhin erhielt es unter LudwigXlV. seine jetzige Gestalt, wv Pierre Lefrer, Abtoril

Wug-