Band 
[Zweyter Theil.]
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Bildgießerkunst.

Von der Beherrscherin Babylouiens, Sciniraini s,die 2vz8 oder Loyo n. E. d. W. starb, erzählt Dioder,-aß sie das Bild ihres Gemahls und verschiedener Thiere ha-be errichten lassen. Die hundert metallenen Thore um dieStadt Babylon, die ehernen Thore am Tempel des Belus,die kolossalischc Bildsäule des Jupiters von Gold, in denEbenen von Dura, die goldenen Bildsäulen der Rhca undJuno, die Menge goldenen Geräthes im Tempel des Be-lus beweisen, daß seit Mosis Feit die Bildgicßerkunst inBabylonien schon große Fortschritte gemacht hakte. Ge-igen ZZZ7 ließ NcbuLadnezar in Babylon ein goldnesBild gießen, das 60 Ellen hoch war; dieß war jene Sta-tue des Jupiters im Thal Dura, welche zugleich die ältestegoldene Bildsäule ist» von der wir Nachricht haben, Da-niel z, r. Zu Daniels Feit hatten die Babyloniecgoldene, silberne, eherne Und eiserne Götter, Daniel5, 4- 2 z.

Ob es gleich wahrscheinlich ist, daß sich auch die Ae-gyplier mit der Bildgießerkunst abgaben, zumal da die Js-raeliten, als sie aus diesem Lande kamen, diese Kunst vr»staiideii, und solche vermuthlich von deu Aegyptiern gelernthatten: so hat man doch wenige Nachrichten von ägypti-schen Denkmälern in dieser Kunst, man müßte denn dengvldnen Ring des Osymanduas oder Jsmandcs,der nach eiiügen mit Abraham, nach andern aber erst zuDavids Feit lebte, hicher rechnen. Dieftc goldne Ringwar ein Zirkel von ;6? Ellen im Umkreise und einer Elle inder Dicke, welcher das Grab dieses Königs umschloß; dochwar er mehr Monument astronomischer Kenntnisse, alsMeisterstück der Kunst.

Die Perser kamen in der Bildnerey nicht weit. Ei-nige Münzen von ihnen, die noch übrig sind, und unterden Nachfolgern des Cyrus geprägt wurden, sind in kei-nem bessere» Styl, als die ln dem schlechtesten gordi-schen