Band 
[Zweyter Theil.]
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Bildgießer kunsi.

Palmbaum von Er;, der den Rauch der Lampe aufsieng. —Ageladas, der in der 66. Olymp, oder 516 Jahre vorunsrer Zeitrechnung blübete, war der erste, welcher Ner-ven und Adern ausdrückte, und die Haare besser ausarbei-tete ; zu Tarent standen von ibm eherne Rosse und gefan-gene Weiber. Der glänzendste Zeitraum der griechischenGießerkunst gieng mit dein Phidias an, der um die 85.Olymp, oder 5548 n. E> d. W. biühete, und dauerte bisauf den Lysippus, also 150 Jahre zusammen. Phi«dias war bey den Griechen der erste, der sich in der ?o-reutik hervorthat und der berühmteste Bildhauer der Grie-chen wurde; er goß den Apollo Parnopius und eine Mi-nerva aus Erz, k'/m. XXXIT^. L'chV. ö,

Sein Schüler, AlkaineneS aus Athen, goß die Bild-säule eines Siegers in den fünf Kampfspielen, und ein an-drer Schüler des Phidias, Agorakritus auS ParoS,goß die Bildsäule der Minerva und des Jupiters;

LÄ. 7 X. />./-§. — Polykletüs aus Gicyon in Pe-loponnes, auch ein Schüler des PhidiaS, verfertigteaus Erz ein Bild, welches drey spielende Kinder vorstellte,und noch im Pallast des Kaysers Titus zu scheu war;ferner goß er einen Herkules, wie er den Riesen Antäus von derErde in die Höhe hob, um ihnzu erdrückrn; beyde Bilder wur-dcnssürMeisterstücke gehalten, L.. ^.e. — Myron

aus Eleutheriä in Böotien, der um Z575 berühmt, und«in Schüler des Ageladas und Polykletüs war, goß«inen Bacchus zu Thcspia, einen EregtheuS zu Athen, ei-nen Apollo zu Ephesus, und eine Kuh, welche so täuschendwar, daß der Stier nach ihr lief, und die andern Kühe,welche sie sahen, ihr zubrüllten; ja, daß sogar ein dursti-ges Kalb an ihr saugen wollte, und der Hirte selbst siefür eine natürliche Kuh hielt, /krx/ö». L/>r^. §7. Praxi-teles goß den Raub der Proserpina, einen Satyr undandere Werke in Erz; LrS. XXXI^. z. DieBildhauer, Antigonus, Tcnokrates und Men ach-tn u 6, schrieben von dieser Kunst, aber ihre Schriften sind

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