Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
277
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Bildgießerkunst.

S7?

tiefer Sol durch ein Erdbeben ein; die Trümmern desselbenlagen gegen 872 Jahre auf der Erde, bis im Jahr Christi6;i ein saracenischer General das Erz davon an einenKaufmann verhandelte, welcher yoo Kamele damit beladenließ. Cedrinus will dieses Werk der Kunst nicht demChares, sondern dem Loches aus Lyndien zuschreiben.ZuRhodus waren noch ic>o kleinere kolossstische Bildsäulen,auch; Bildsäulen der Götter, welche Bry ax i s gemacht hat-te. Die erste silberne Bildsäule soll sich Pharnaces habensetzen lassen; sie kam nachher an den P 0 mpezus. Zen 0 -dorus, ein berühmter Bildner zurZett des Nero, goß inAuvergnc, nach andern in Clerinont (^rusrms) einen Mer-kur aus Erz, der an Größe alle Bildsäulen übertraf. Je-nod 0 r wurde vvm Nero nach Rom berufen, um die Bild-säule dieses Kaystrs iu einem nc> Fuß hohen Koloß darzu-stellen, welcher hernach dem Eok gewidmet wurde. DerGuß gelang nicht, woraus Plinius schließt, daß dieKunst in Erz zu gießen, damals schon verloren gegangensey; ?//». e. 7. ,L. Flavius Vespa-

si a n ließ der Bildsäule des Nero daS Haupt des Apollsaufsetzen, welches 7 Kroncnstrrhlen halte, deren jeder 22^Fuß lang gewesen seyn soll. — Die aus Kupfer gegosse-nen Pferde auf dem Marcusplatze in Venedig, welche nachParis gekommen sind, standen erst auf den Triumphbogendes Domitians, Trojans und Constantins;letzterer ließ sie, nebst dem Sonncnrvagen, nach Constan-tinopcl bringen, und daselbst im Hippokromus aufstellen.Als die Denetianer i. I. 120S diese Stadt einnahmen,schafften sie diese Pferde nach Venedig, und stellten sie überdas große Portal der Markus-Kirche. Wer sie gegossenhat, weiß man nicht; einige wollen sie dem Lysipp, an-»cre dem Fenodor zuschreiben. — Unter den vielenantiken Bronzen zu Porkici ist der sitzende Merkur inLcbens-Hröße ohnstreirig die schönste gegossene Bildsäule, die ausdem Alterthume übrig geblieben ist; ür L>oo/a»s.

-'s/. luv. ^ Ein anderes vortreffliches Stücki

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