Band 
[Zweyter Theil.]
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Bildgießerkunst.

ist der betrunkene Silen oder Faun; Neues Journalzur Literatur» und Kunstgeschichte, vo in Herrnvon Murr. 1798- I. Lh. G- 47. folg.

Bey den Römern wurde die Biidgießerkunst anfäng-lich durch die Hctrurier getrieben, wie die kleinen gegossenenhelrurischen Figuren beweisen, die man unter den römischenAlterthümern findet. Nach dem Kriege mit dem Por-senna, etwa ;o8 Jahre vor unsrer Zeitrechnung, wurdengroße Verdienste um den Staat mit ehernen Statuen zuPferde bNohnr, aber die Größe derselben wurde auf dreyFuß eingeschränkt. Von dieser Größe war also auchdie Statue des Horalius Cocles und der Clölia. -Spurius Cassius hatte sich selbst eine Statue errich-tet; da er nach der Regierung trachtete, wurde er 482Jahre vor unserer Zeitrechnung von seinem eigenen Vaterg.tödtet, ynd aus seinen confiscirten Gütern wurde dieS atue der Ceres gegossen, welches die erste eherne Bild-säule in Rom war; 7V,'». § 4 . e. öderer.

Einige Zeit darauf, etwa zyo Jahre vor unsrerZeitrechnung, wurden den vier von den Fidcnaten erschlage-nen Römischen Gesandten eherne Statuen gesetzt. Zur Zeitdes Samnikischcn Kriegs, der z;7 Jahre vor unsrer Zeit-rechnung seinen Anfang nahm, und gegen 50 Jahre dauer-te, wurden die Statuen des Pytbagoras und Alci-biades, und, einige Jahre darauf, auch die Statue deSHerkules, nach Rom gebracht. Aus Apollonia, einerStadt in Pontus, brachte M. Lucullus eine Bildsäuledes Apollo nach Rom, die zo Cubituö hoch war und aufdem Capital aufgestellt wurde; rz.

Als sich die Römer zu Herren von Grie-chenland gemacht hatten, begaben sich viele griechischeKünstl.r nach Rom, woraus die griechische Schu-le in Rom entstand. Am See Volsena in Italien wur-de eine Art von Steinen gefunden, die dem Feuer wider-standen, und woraus die Römer ihre Formen.' zu denDingen machten, die sie gießen wollten; 17.