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Bildhauerkunst,
Neues Journal zur Literatur und Knnstge-schichte, von« Hrn. von Murr. §h. r?y 8 . S.369. folg. — Wie alt die Kunst sey, Massen aus Er-de, Sand, Thon und Stein zu erweichen, in Formen zugießen, und ihnen dann wieder eine Steinharte zu geben,läßt sich nicht gewiß bestimmen; so viel weiß man aber,daß Adam Kraft in Nürnberg, der 1507 im Spita! zuSchwobach starb, dieselbe verstand, denn Sandrart(deutsche Akademie II. ?h. z. B-Kap. 2.) sagt vonihm: „Er hatte die sonderbare Wissenschaft, die hartenSteine zu erweichen, in die aus Leimen und gestoßenenSteinen bereiteten Formen zugießen, und dann wieder zuhärten." Im Jahr 1775 erfand Nicolaus Ltone,«in nepolitauischer Ingenieur, zu Rom dieses Geheimnißwieder, und erhielt von; Pabst ein ausschließendes Privi-legium für den ganzen Kirchenstaat darüber. Er kann die-sen geinachten Steine« Schwere und Härte geben, wie manes haben will, und 1776 machte er eine Bildsäule desPabsts, die dein schönsten alabasternen Marmor gleich kam.Merkwürdigkeiten der Stadt Nürnberg undAlidorfs 1778- S- Z07. zo8. Eine ähnliche Masse,aus weicher Bildsäulen gemacht werde» können, und die,wenn sie erhärtet, wie Sandstein gehauen werden kann,erfand der Mecklenburg-Strelitzische Hofconditor, HerrRauert um das Jahr 1782. Meusels Miscella-neen artistischen Inhalts. Erfurt 1782. 14.Heft. S. li;.
Bildhauerkunst ist die Kunst, Bilder der Menschen undThiere, Zier-rachen und andere Figuren aus harten Mate-rien , als Holz, Stein und Elfenbein. nachzubilden. DieBildhauerkunst setzt die Kunst des Zeichnens voraus. Mauübte sich, zuerst den Schatten eines Körpers, alsdannGegenstände ohne den Schallten, und endlich auchdie innern Theile des Umrisses zu zeichnen, und zwar i»Sand auf die Erde- dann mit Kohle oder Kreide.