Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
289
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Bildhauerkunst.

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Bald versuchte man eben dieses mit harken Werkzeu-gen auf festere Materien. Diese Bemühungen und diegroben Entwürfe von Menschen- oder Thiere!, ähnli-chen Massen, welche die Natur so häufig darstellt, konn-ten den Gedanken, in Hol; oder Stein zuhauen, erzeu-gen, nachdem man bereits aus Erde und Thon formen ge-lernt hatte, denn man nimmt an, daß die Tildforincrkunstdie Mutter der Bildhauerkunst gewesen sty. Unter den al-ten Völkern haben die Chaldacr und Babylonicr, die Ae-gyptier, Phönizier, Hctruricr und Griechen, sowohl dieGriechen in Kleinasien, als auch in dem eigentlichen Grie-chenland, diese Kunst vorzüglich ausgeübt; aber die Grie-chen und nächst diesen die Hctcurier, brachten dieselbe zurhöchsten Vollkommenheit; s. Winkelmanns Geschich-te der Kunst. Einige suchen den Ursprung der Bild-hauerkunst bey den Chaldaern und behaupten, daß sie vonLiesen bald zu den Aegypucr» gekommen sey. Man beruftsich hierbcy auf das, was unter dem Artikel Bild for-me rkun st vom Serug und Tharah angeführt wor-den ist , wiewohl HoHha/z/ar 1 ./^. I. />. 7..;.

berichtet, daß die Götzenbilder zur Zeit dcö Serug, deSOberältervacers Abrahams, nur in platten Gemäldenbestanden, und daß erst Tharah angefangen habe, sieaus Thon zu verfertigen, da man hingegen beym v.

angeführt findet, daß Tharah, der Vater deSAbrahams, geschnitzte Götzenbilder gemacht, und damitgehandelt habe. Vermuthlich hatte auch Laban seineLaren,welche die Rahe! mitnahm, aus Chaldäa erhalten. DieBilder von gcbackencr Erde waren älter, als die in Steingehauenen; /H/zär'e» ch-/ IVr'/rrz/zer ch?

In'ä. II. r. Eine der ältesten Bildsäulen war derBel zu Babel oder die Bildsäule des Belus in Babylon;sie war von Leimen und mit Erz übergössen; s. vom B elzu Babel, Vers 6. Wenn die Nachrichten von denKunstwerken der Semiramis in Babylon, die 2az8oder 2 syo starb, zuverläßig wären: so müßte die Bild-BiischHM>>.d,Echr.;h. T hauet-