Band 
[Zweyter Theil.]
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' .aueckunst.

Hauerkunst bey den Babyloniern sebr frühzeitig einen bcwnn»dcrnswürdigen Schwung genommen haben. Die Geschrei»düng dieser Kunstwerke findet man beym ÖrH. I.

II. z.

Andere behaupten, daß die Bildhauerkunst bey denAegyptiern ihren Anfang genommen habe, weil diese aUSMangel an Bauholz sich hauptsächlich der Steine zumBauen bedienen, und also diese frühzeitig bearbeiten lernenmußten. Die Kunst, Steine zu behauen, mußte schonbey dem ersten Anbau der Länder in Dberägypte» bekanntseyn, weil diese Gegend Mik Granttbergcn bedeckt ist, wel,che an einigen Drten bis an die Ufer des Nils vordringen.Verstanden sie aber einmal die Kunst, Steine zu behauen r *so konnte ihnen der Einfall, etwas durch Hieroglyphenauszudrücken, leicht Gelegenheit zur Erfindung der Bild-hauerkunst geben. Daß die Äegyptrer die Bildhauerkunstin den frühesten Zeiten trieben, ist außer Streit, und die»ses ist auch wohl die Ursache, warum ihnen mehrere Schrift-steller die Erfindung dieser Kunst zuschreiben. Den mccha-nischen Theil der Bildhauerkunst bildete diese Nation sehrglücklich fort, aber doch herrschte in ihrer Zeichnung undganzen Ausführung eine auffallende Einförmigkeit, Tro-ckenheit und Gezwungenheit. Winkelmann nimmtzwey Epdchcn der ägyptischen Bildhauerkunst an, in derenjeder ein besonderer Stil herrschte. D,e erste Epoche oderder älrcre uNd ungebildete Stil fängt mit den frühesten Wer-ken ihrer Bildhaucrcy an, und endiget sich mit der Erobe-rung Aegyptens durch den Camby ses, 524 Jahre vorChristi Geburt. Aus der Zeit dieses ersten Stils kenntman besonders ägyptische Sphinxe und Löwen, an denenman mehr KlMst erblickt, viellicht weil es den ägyptischenKünstlern nur an Thieren erlaubt war, ihre Kunst anzu-bringen. Zu Mvsis Zelt waren die Argypkier schon inder Bildhauerkunst berühmt; auch ihre Labyrinthe, Obe-lisken und Pyramiden kann man als Denkmäler dieser

Kunst