Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
293
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Bildhauerkunst. 29z

Die Aegyptier bearbeite/.'» ihre Figuren mit dem Meißelund polirten sie fleißig; sie gaben ihren Statuen oft Au-gen von kostbaren Steinen, weiches auch die Griechen zu-weilen thaten und die Indianer noch jetzt thun.

Von den Aegyptiern kam die Bildhauerkunst zu denJsraclitcn, unter denen sich Bezaleel und Ahaliabauszeichneten; 2 Mos. z6, z6. z8. Kap. Z7, r. 2.Auch die Kanaiiilischen Völkerschaften hatten zu MostSZeit Götzen von Holz und Stein, 5 Mos. 29, 16. 17.Um 2920 findet sich unter den Ifraelilen eine Spur, wor-aus man vermuthen kann, daß sie die Bildhauerkunst fort-setzten: nämlich das Bild oder der Hausgötze, womitMichal die Abgesandten Gauls einige Zeit täuschte, umden David zu retten; i Gam. 19, rz. 16. Weit erheb,licher ist aber der Beweis, welcher sich um 2970 unterSalomo's Regierung findet, der einen elfenbeinernen,mit Gold überzogenen Thron baue» ließ, zu dem 6 Stuf-fen führte», auf welche» 12 Löwen standen; 2 Chronik9, 17 - 19. i Kön. 10, i8.

Die Phönizier haben allem Ansehen nach die Bild-hauerkunst zur Anszierung ihrer Gebäude, zur Verschöne-rung der Geräthfchaften, und zum Vortheil der Handluusangewendet. Eigentliche Werke der Bildhauerkunst vondiesem Volke haben sich nicht erhalten. Pygmalion,«in König von Cyperu, der vor dem trojanischen Kriegrlebte, und ein Sohn des Phöniziers Delus, und derSchwiegervater des Cyn ä r a s war, verfertigte eine Bild-säule von Elfenbein, die so schön war, daß Pygmalionsich in sie verliebte, und ihr Leben wünschte;

.X. ^0. Bayle histor. krit. Wörter-

buch« Leipzig, unter Pygmalion.

Don der Bildhauerkunst der Perser zeugen die Trüm-mern von Perftpolis, von Talbeck und Palmyra inSyrien.

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