Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
297
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Bildhauerkunst.

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erobert. An dieser trojanischen Pallas waren Füße »ndSchenkel noch dicht an einander;

§. z. />. ,Lo. Da indessen erzählt wird, daß dieses Bild einenSpieß in der Hand hielt, so könnte man aus diesemUmstände mit Recht schließen, daß das Alter desselben nichtüber die Zeiten des Dadalus hinausgehe, weil erst Da-dalus die Hände an den Statuen deutlich ausdrückte.Einige melden, daß ein gewisser Asius das Bild derPallas zu Troja verfertiget habe; s. I. A- FabriciiAllgem. Historie der Gckehrf. »752. 2. Bd. S.6i. 62. Hingegen will Scaliger durch die Verbesserungeines Worts in einer Stelle des Julius FirmicuSMatern us entdeckt haben, daß der Scythe AbartS,«in Sohn des Seuthus, das Palladium der Trojaneraus Mcnfchcnkncchen, nämlich aus den Knochen des Pe-lops, gemacht, und es den Trojanern verkauft habe; daaber diese Entdeckung des Namens des Künstlers blos aufder Verbesserung eines Worts beruhet, undAbaris, nachAngabe aller alten Schriftsteller, die feiner gedenken, erstmehrere Hundert Jahre nach Troja's Zerstörung lebte, soscheint diese Sache noch nicht so ausgemacht und richtig zuseyn; Bayle histor. krit. Wörterbuch. /. 5. a.Winkel mann unterscheidet bey den Griechen vier Perio-den in der Bildhauerkunst, nämlich den alter« Stil, denhohen Stil, den schönen Stil, und den Stil der Nachah-mer. Der ältere Stil fängt mit dem Däda! u 6 an undgeht bis auf den Phidias. Die darinn verfertigten Wer-ke waren meist von Holz, und selbst bisweilen auch dannnoch, als man den Stein schon zu bearbeiten verstand, undden ägyptischen Werken vollkommen ähnlich, ob es gleichmehr als wahrscheinlich ist, daß die Griechen diese Kunstnicht von den Acgypticrn lernten; s. Winkel mannGcsch. der Kunst. S- 12. Die Formen dieser Sta-tuen waren eckigt; der Kopf, dessen Geschlecht man nichtunterscheiden konnte, hatte alle die Merkmale des Anfangsder Kunst, die man an den ägyptischen Köpfen sah. Die

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