Bildhauerkunst.
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der Figuren aus/ Uud verwandelte die gewaltsamen Stel-lungen und Handlungen in natürlichere und gesittetere, erwar weniger gelehrt, aber schön, erhaben und groß; mankönnt« ihn auch den großen Stil nennen, weil, außer derSchönheit, daö Große die Hauptabsicht dieser Künstler ge-wesen zu seyn scheint. Das Streben nach Größe, Undnach dem, was die Künstler Geist und Gefühl nennen, gabvorher den Figuren zuweilen einen Schein det Härte» denOuintilia» dem Kallon, Hegtas, KanachUs,Kalamis , und. Plinius selbst dem Myron vorwirft.Die vorzüglichsten Werke, die aus dieser Periode auf uns ge-kommen sind, sind eine neun Palmen hohe Pallas in derVilla Albani, welche Dinkel mann für «in Werk dekgroßen Bildhauer dieses Zeitalters hält; ihr Kopf hat beyhoher Schönheit eine gewisse Härte, welche aber durch mehrRundung und Lindigkeit zur Grazie geworden wäre; fer-ner die Niobe und ihre Töchter in der Villa Medicis, wel-che mau nicht a» jenem Schein von Härte, sondern andem gleichsam uiierschaffencii Begriff von Schönheit, vor-nämlich aber an der hohen Einfalt, sowohl in der Bildungder Köpfe, als in der ganzen Zeichnung, an der Kleidungund Ausarbeitung, als Werke dieses Stils erkennt. DieFormen sind so einfach, daß sie nicht durch die Bemühun-gen der Kunst hervorgebracht, sondern wie ein Gedanke er-weckt, und mit einem Hauche geblasen zu seyn scheine».Der hohe Stil der griechischen Bildhauerkunst dauerte voi»Phidias bis auf den Praxiteles. Phidlüs lebt«in der glücklichen Zeit Griechenlands, wo ZerprS darausvertrieben war, und die Griechen sich Ehre und Reichthumerworben hätten; Perikles ernannte den Phtdtas jumDirector aller seiner großen Baue. Seine Wecke zeichne-ten sich hauptsächlich durch einen Charakter der Größe aus;er wußte Seelen erhebende Züge in den Marmor zu bringen,er war vermögend, jede Vollkommenheit des Geistes, jedeLugend und jede Arrpfindung des Herzens den Sinnen fühl-bar zu machen. Er bildete nur Götter und arbeitete in
Erz,