Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
304
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zc>4 Bildhauerkunst.

Erz , Marmor und Elfenbein. Seine berühmtesten Werkewaren: eine 26 Cubitus oder Zy Fuß hohe elfenbeinerneBildsäule der Pallas oder Minerva, die mit reinem Golde,dessen Werth sich auf 622000 Thaler bclief, so kür., 'ichüberzogen war, daß man es abnehmen konnte, wenn manwollte. Die Minerva war stehend gebildet, ihr Gewand. gieng bis auf die Füße, auf ihrem Helme lag ein Sphinx,und zu beyden Seiten waren Grciffe. Auf dem Bruststü-cke war das Medufenhaupt, in der einen Hand hielt sie ei-tlen Speer, und in der ander» eine sechs Fuß hohe Sieges-göttin. Auf ihren Pantoffeln war das Gefecht der Cen-tauren und Lapithen abgebildet; bey ihrem Speer lag eineSchlange, und auf dem Fußgcstelle war die Geburt derPandora vorgestellt. Diese Bildsäule wurde im ersten Jah-re des peloponnesischen KriegS im Parthenon, einem Tem-pel zu Athen, aufgestellt; p. /Vr',r.

Lrpo»,. Er machte auch noch eine eherne Pal-las für die Athentenser; den Schild dieser letztem verschö-nerte Mys mit dem Streite der Centauren und Lapithenund andern Gegenständen nach der Zeichnung des Parch er-st us. Nicht lange hcruach wurde PhidtaS von Athenvertrieben, und begab sich m die Provinz Eiis, wo er dasBild deS Olympischen Jupiters verfertigte, welches vonden Alken unter die Wunderwerke der Welt gerechnet wurde.Dieses Meisterstück, wozu Phidras, wie er selbst ge-stand, die Idee aus einer Stelle des Homers nahm,6§o°>-. stand in dem Tempel zu Olympia,

einer Stadt in der Landschaft Clis in Morea. Ein mitSäulen besetzter Gang führte zum Throne des Jupiters;das Bild des Jupiters war 52 Ellen hoch und von Elfen-bein, in welches das Gold mit der größten Kunst hinein-gearbeitet war. Auf seinem Haupte trug er eine Krone,die dem Kranze von Oelzweigen, den die Olympische» Sie-ger erhielten, vollkommen ähnlich war; in der rechtenHand hielt er eine mit einer goldenen Krone geschmückteSiegesgöttin von Elfenbein, in der linken einen arus vielen

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