Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Bildhauerkunst.

konnte. Kallikratcs machte aus Marmor A.uieiftn,deren Füße und andere Glieder man kaum bemerken konnte;kV,«. Ie<kr'e. Ly>our. A! kaINencs aus Atti-

ka, ein berühmter Schüler des Phidias, arbeitete inErz und Marmor. Sein Sieger in fünf Wettstreiten, seinVulkan, dessen hinkendes Bein Mehr verhüllt, als verbor-gen war, seine so genannte Venus in den Gärten, oderVenus Aphrodite, die sich selbst unter den schönsten Sta-tuen in Athen auf das allervorkheilhastcste auszeichnete,und sein Amor in der Stadt Thespiä waren seine berühmte-sten Werke. An die Venus soll Phidias selbst die letzteHand angelegt haben. Merkwürdig ist seine Helene zuKorintl), weil sie die erste war, die aus drey zusammen-gesetzten Figuren bestand, und doch nur eine einzige aus-machte. Ei» andrer Schüler des Phidias, Agora-kcituS von Paros, wetteiferte mit dem Al käme »es,und machte auch eine Venus; allein aus Vorliebe für ih-ren Mitbürger erkannten die Alhcniensec dem Alkamen esden Preis zu. Agorakritus machte nun seine wirklichschönere Venus zu einer Nemesis, und verkaufte sie nachRhanmuS, einen Flecken in Allika, wo man diese Göttinder Helena wegen vorzüglich verehrte. PausaniaSschreibt diese Statue dem Phidias selbst zu, und Var-r o hielt sie für die schönste, welch« je geschaffen wordensey. Außer dieser Nemesis sind nur noch eine andere Sta-tue in Rhaminis, ferner in Delphi ein Jupiter und eineMinerva in Erz von ihm bekannt; k'/r». Poly kle-in s von Acgos, der ältere, der in der 87. Olymp, oder4zr Jahre vor C. G. lebte, verfertigte wahrscheinlich denDiadumenos nnd Doryphocos, in deren ersterem der Künst-ler Weichheit, in der letzteren Figur aber Stärke auszudrü-cken wußte. Wahrscheinlich sind auch die mit Würfelnspielenden Knaben, welche vom Plintus, und die kocb-tragenden Jungfrauen, welche vom Cicero ihrer außer-ordentlichen Schönheit wegen gerühmt werden, von seinerHand. Sein größtes Werk war die Juno Argiva zu My-