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Bildhauerkunst.
zu geben, führt Winkelmann eine Muse über Lebens-größe mit einer großen Leyer Bcubilon in der Hand, indem Barberinische» Pallaste, und eine andere mit eben die-ser Leyer, in der Bekleidung der ersten ganz ähnlich, indem päbstlichen Garte» auf dem Quirinalc an; in der er-sten ist die erhabene, in der letzten, die gefälligeGrazie deutlich gezeichnet. Die Künstler des schönen Stilsmachten auch die kindliche Natur zu einem Gegenstände ih.rer Kunst. Als die schönsten Kinder von Marmor in Romnennt man: ein Kind, das mit einem Schwane spielt,auf dem Capitol, einen schlafenden Cupido in der VillaAlbam, ein Kind, das auf einem Tiger reitet, nebst zweenAmorini, davon einer den andern mit einer Larve schreckt,in der Villa Ncgroni. Aber das schönste Kind, welchessich, wiewohl verstümmelt, aus dem Alterthum erhaltenhat, ist ein kindlicher Satyr, ohngcfahr von einem Jahr,in Lebensgröße, welcher sich in der Villa Albani befindet;es ist eine erhabene Arbeit, aber so, daß beynahe die ganzeFigur frey liegt (koacle doste). Der schöne Stil der grie-chischen Kunst blühete noch nach Alexanders Tode in verschie-denen Künstlern. Praxiteles, der Schöpfer des schö-nen Stils, lebte in der 104. Olymp, im Welkjahre z62ooder Z64 Jahre vor C- G. und arbeitete in der lostenOlymp, mit an dem Grabmale des Mausolu s. Er ar-beitete in Erz und Marmor, übertraf sich aber in letzteremselbst, und gab feinen Werke» mehr Weichheit, als alleseine Vorgänger- Seine berühmtesten Werke, deren 7 V/».
4. Lc/. gedenkt, waren folgende: dieGni-
dische VcnuS von Marmor, welche die Gnidier kauften undin den Tempel zu Gnidos stellten; diese Statue wird nachdem Urtheil deSPliniuS und aller Kenner für die vorzüg-lichste aller Bildsäulen in der Welt gehalten. Ein Amoroder Cupido, welchen Phryne nach Thespiä schenkte; die-sen Amor und einen Satyr, welcher sich zu Athen in einemTempel des Bacchus befand, erklärte Praxiteles selbst fürseine schönsten Werke, 7 . S. Z4- Der Amor war vo»
Mac-