Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
309
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Bildhauerkunst.

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Marmor, der Satyr aber von Erz, und stellte den Halb-gott in seiner Jugend mit einem dargereichten Becher vor;die Griechen nannten ihn den viel berühmten. Für Mcga-ra machte er noch einen Satyr von parischem Marmor.Er machte auch eine verschleierte Venus von parischem Mar-mor für die Kocr, und eine andere aus Erz, welche derGnidischcn ganz gleich kam und mit dem Tempel der Glück-seligkeit durch Feuer verwüstet wurde. Auch noch eine Ve-nus von Marmor machte er, welche sich in dem Tempel zuThespiä befand. Unter seine» ehernen Werke» war auchApoll, dec Eldercnlödtcr, berühmt. Seine lächelnde Buh-lerin muß ein bewundernswürdiges Werk gewesen seyn, daman, nach dem Ausdrucke des PliniuS, die Liebe diesesKünstlers zur Phryne, welche das Original dieser Statuegewesen seyn soll, darinn erkannte- Das Gegenstück die-ser lächelnden Buhlerin war eine weinende Matrone vonErz. Gtrongylion stellte Ochsen und Pferde am be-sten dar. Ccphissodorns, ein Sobn des Praxite-les, verfertigte das berühmte Syinplegma zu Pcrgamus,nämlich ein Paar Menschen, die mit einander rangen.Plinius sagt von diesem Kunstwerke: 8iZnum nobile,cligitis corpori veriuz, guam inaemori, imprellis. Eil-phranor, ein Zeitgenosse des Praxiteles, erwarb sichdurch eine Statue des Paris großes Lob; Plinius sagt:an dieser Statue erkennt man den Richter der Göttinnen,den Liebhaber der Helena, und den Mörder des Achilles.Scopas, von der Insel Paros gebürtig, war um ;6zrberühmt, und war ei» Mitarbeiter am Dianentempel zuEpizesus und a» dem Grabmal des Mausolus in Caricn,der im 4ken Jahr der noSten Olymp, oder Z5Z Jahre vorunsrer Zeitrechnung starb; §o. /. /. An

dem Grabmale des Mausolus verfertigte er Statuen, wel-che gegen Morgen standen. Er baurte auch den größtenund schönsten Tempel der Pallas in Pclopomies, nämlichzu Tegea in Arkadien. Der eine Giebel dayon stellte dieJagd des kalydonifchen Schweins, der andere den Kampf

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