Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Blattern.

Blattern einimpfen zu lassen. Mead prüfte die chinesische

Act zu impfen, wo man das Gift in die Nase dringt, aberdie'Kranke litt an sehr heftigen Kopfschmerzen bis zum Aus»beuche der Blattern. Nettleton impfte zu Hallfax 40Personen mit erwünschtem Erfolge. Mau machte breiteEinschnitte, in die man einen mit Eiter getränkten Fadenlegte, bereitete die Impflinge sehr lange und strenge vor,und wandte in der Krankheit die giftkreibende Methode an,welches drey unglückliche Vorfälle veranlaßte, die der Jm»psung sehr schadeten, obgleich diese drey tötlliche Ausgängeder Impfung offenbar Folgen von andern Zufällen waren.Auch. Iurins erwarb sich große Verdienste um die Wür.dlgung dieses neue» Verfahrens. In den drey ersten Jahrreu fielen von 292 Fallen der Impfung y unglücklich aus,aber kaum zwey davon könne« auf Rechnung der künstlichenMethode geschrieben werden- Der Herzog von Marlb 0 »rough ließ 1746 eigene Hospitäler für die Impfung er-richten; in dem einen Hause wurde» die Impflinge einenMonat lang vorbereitet, und wen» der Ausbruch kam,wurden sie in ei» anderes Hospital gebracht. Im Jahr.1752 wurde ein größeres und bequemeres Haus in Cold-Baih-ficlvs zu einem solchen Hospitale eingerichtet, undDaniel Sutton verbesserte die Vorbereitung und dasVerfahren beym Impfen; s. Woodwille's a. a.

O. — Fordyce machte die Erfahrung, daß die Jno-culation der Blattern um so glücklicher ablaufe, und dieAnzahl der Blattern um so geringer sey, je kleiner und fla»cher die Impfwunden, und je geringer die Quantität desbeygebrachten Blatterncitccs sey. Dieß brachte den Bed»doeö auf den Gedanken, durch Verdünnung des Pocken»glftS mit Wasser die Krankheit noch gelinder zu machen,, weildadurch eine noch viel geringere Portion Pvckenstoff i» denKörper kommt; die angestellten Versuche haben den Nutzendieses Verfahrens bestätiget. Durch Zufall hatte der ArztWayte schon vorher einen Versuch dieser Art gemacht. Ecsollte einigen Personen auf dem Lande die Blattern einpfro-pfen,