Band 
[Zweyter Theil.]
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Bley.

2Vr',r. 2Z, 4. Das Schmelzen des Schlichs verrichteten dj«Alten nach einem ganz einfachen Processe: sie brachten dasErz in ein koch, das m die Erde gegraben war, nur Holz,das sie dazwischen und zu den Seilen legten, zündeten daSHolz an, und brachten mit diesem Feuer das milde undweiche Bleyerz hinlänglich zmn Schmelzen. Die Scheidungvon den Schlacken erfolgte alsdann, wenn das geschmolzeneMetall aus der ersten Höhlung durch eine schmale Rinneoder Röhre in eine zweyte floß. Solcher Gchlackenheerdewerden auch in England noch viele hin und wieder, auchSchlacke» mit Kohle vermischt, gefunden. Dieses ersteSchmelzen gab einen König, der aus Silber und Bley be-stand, und üamium hieß, welches eben das ist, was fetztWerk genannt wird. Wollte man hieraus Silber scheiden,so ward es noch einmal geschmolzen, aber nicht wieder indem ersten, sondern in einem besondern Triebofen mit einemHeecdc von ausgelaugter Asche. Was bey diesem zweytenSchmelzen, welches man das Treiben oder Abtreiben nennt,erhalten wurde, war Silber , und außerdem das halbvcr-glasetc Bley, die Glätte, welche sich zum Theil in denHcerd zieht. Diesen Hcerd und Ofenbruch nennt kVr«.XXXlV, i6. §. 47. Zrlena, welches Wort aber auch iniVr«. XXXIII, 6. und XXXIV, 18. §. Bleyglanzbedeutet. Diese Zslenr nxrrd noch einmal geschmolzen odergefrischt, und gab alsdann Bley. Auf solche Art wurdendrey verschiedene Produkte gewonnen, die alle in den Hän-del kamen, nämlich ttsrinum, sezentum und tzMenr oderFrischblcy, und aus diesem Bley. Sbaw eindeckte auchBley in der Barbarey; die Kabylen graben das Bleyerzund bringen es in kurzen Stangen nach Algier; wie sie dasSchmelzen verrichten, steht in s/-,r-r-'e S.v/s,ck.

l7z8. 2;6. — Die verschlackende ui»d verglasende

Kraft des Blcy's und den darauf sich gründende» Gebrauchdesselben zum Säigcrn kannte schon BasiliuS Valentin(Letztes Testament. TH->- S. 47), der zu Ende deSi)lcn Jahchu»dcr-tö lebte. Andreas Libavius, der

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