,i4 Bohnenkömg. Bohren.
Bvhnenkvnig. Der Gebrauch, daß am Feste der heiligendrey Könige, einer aus der Gesellschaft, vermittelst einerBohne, die in einen Kuchen versteckt ist, zum Könige er-wählt wird, ist eine Volksbelustigung, die sich noch ausLein Hcydcnlhume, und zwar von den römischen Saturna-licn beschreibt. An diesen alten Festen zogen die Kinderdas Loos, um einen König zu wählen, der über alles,was vorgieng, die Aufsicht hatte, und jedem Gaste vor-schrieb, womit er seinen Talenten zu Folge die Gesellschaftbelustigen sollte. Bey den Jude» cmpficng derjenige, wel-cher bey solchen Gelegenheiten zum König des Festes ernanntwurde, eine Krone von Blumen oder Zweigen, die ihm vonden Gasten mit allerhand Ceremonien aufgesetzt wurde.Die Christen duldeten diesen Gebrauch als eine unschuldigeSache; doch wurde er im i7ten Jahrhundert in Frankreichangegriffen, wiewohl ohne Erfolg. Noch jetzt wird dasdrey Königsfest in Frankreich und andern Ländern durchSchmauscreycn gefeyert, wobey derjenige König wird, dereine in einem dabey aufgetragenen Kuchen verborgene Bohnein seinem Stück Kuchen findet. Versuch einer Kul-lurgeschichte von den ältesten bis zu den neue-sten Z'eilen. Franks, u. Leipzig. 1798. S. zr.uz folg.
Bohren und Sprengen des Gesteins. In mehrerenSchriften war behauptet worden, daß man schon im i2tenJahrhundert das Schießpulver zur Sprengung des GefteinSauf dem Rammelsbcrge gebraucht, und daß man es auchim Jahre 1200, um die Mauern eines Schlosses bey Ty-ruö zu sprengen, angewandt habe. Der Graf v 0 nVelt«heim hat aber aus mehrern allenSchriftstellern dargcthan,daß jene Wirkungen nicht durch Schießpulver, sonderndurch das sogenannte Feuersetzen hervorgebracht wurden.Auch wird in Crell'ö neuesten Entdeckungen in derChemie. Th. X. S. 127. folg. gemeldet, daß das Spren-gen des Gesteins auf dem Rammelsberge von je her nicht
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