i8i Brenngkas.
Brennglas leicht geschmolzen werden konnte. Der Gcho-tiast setzt hinzu, es sey ein rundes dickes Glas ge-mcynt, das besonders hierzu verfertigt, mit Oel gerieben,heiß gemacht werde, und eine aiigebaitcne Lunte anzünde.So unvollkommen seine Begriffe hiervon gewesen seyn mögen,so bezeichnet doch sein Ausdruck deutlich das erhaben«Glas; das Oel bat man wohl nur zur Gläktung gebraucht.Daß dir Alten auch vermittelst gläserner nnd krystallenerKugeln, die mit Wasser angefüllt waren, Dinge anzuzün-den wußten, erhellet aus kVr'«« 5 /-/?. -K-e. XXXVI,und XXXVil, 2. Auch Lactantius (L>s r>«Der) sagt: eine gläserne, mit Wasser gefüllte Kugel zündean der Sonne, auch in der größten Kälte Feuer an. ImGuidas finden sich Stellen, worinn gesagt wird, daßman sich durchsichtiger Steine, z. B. der Bcrgkrystalle,statt der Brenngläser, bedient habe. Marbodus, derH2; n.C.G-starb, sagt: guocl lapi8 bic (der Bergkrystall),soll lubjectus, conclpik iZuem, gmotorgue (besser: sclino-tosgue) stbi lolct Kino sccenllere stinZos; auch gedenkt erder hohlen, mit Wasser gefüllten Glaskugel», deren sichdie Alten zu Brenngläsirn bedienten; Lr^/«/>»-
e/c. ^ ^s. 1799»
Robert Hook ist der Meynung, die Alten hätten vonkeinen andern Brenngläsern, als von kugelförmigen, etwasgewußt; die Linsenförmigen wären ihnen ganz unbekannt ge-wesen. Die optische» Schriftsteller des mittlern Zeitaltersgedenken alle der Brenngläser, wie den» die Erfindung derBrillen nothwendig auch auf ihren Gebrauch zum Brennenführen mußte. DescarteS zeigte in seinerDioptcik, daßdie hyperbolische Figur die vollkommenste für die Brenngläsersey; Wolff's Mathemak. Lexicon. 1716. p. 7Zl.Vor Tschirnhausen's Zeit hatten die größten Brenn-gläftr, die man auf den Handschlcifmnhlen machen konnte,Nicht viel über ^ Fuß im Durchschnitt der Breite. Sogroße und schwere Glasmasse», als zu Linsen von beträcht-licher Fläche nöthig sind, lassen sich nur mit vielen Schwie-rigkeiten