Brenngsas. 185
rfgkeike'n bearbeiten; demohngcachtet verstrchte es Ebrrn-fried Walther von Tschirnhaufen, ein sächsische?Edelmann, der l6;r geboren wurde, und auf seinen Gü-Lern in der Oberlausitz, mit vielen Koste», eine Mühlezum Schleifen großer Brenngläser anlegen ließ, die, ver-mittelst verschiedener Kanimräder, durch Wasser getriebenwurde, und ihn in den Stand setzte, Brenngläser, die fastz Schuh im Durchschnitt der Breite hakten, verfertigen z»könne». Es sollen ihm überhaupt nur vier von diese» grö-ßer» Gläsern beym Schleifen und Police» ganz gebliebenseyn ; zwey davon kamen nach Paris; das eine von zz ZollDurchmesser und 7 Schuh Brennweite besaß der Graf dela Tour d'Auvcrgnc, das andere von z; Zoll Durch-messer und »2 Schuh Brennweite gcl-örte der Akademie deoWissenschaften; ein drittes von 24 Lelpz. Zoll Durchmesservnd 6 Schuh Brennweite befindet sich auf der Nathsbiblio»thet zu Görlitz in der Oberiansitz. Bey der Politur hat «Snahe über den Durchmesser hm einen Sprung erhalten, devober die Wirkung wenig hindert. Die Tschirn ha »fe-schen Brennglaser sind bis jetzt die größten, die man jevon massivem Glase gemacht hat; doch führt Hartsoeke?
e/e p. 1)7.) a» , dass
er auch ei» Glas von z Schuh 7 Zoll Breite und y SchuhBrennweite zu Stande gebracht habe. Die Wirkungen die-ser Gläser sind denen deS heftigsten Feuers g-eich; ihre Be-schreibung findet man in den I,//,/ 169 t,
x. 517. 1697. ?- 4i4- Mit cmcm solchen Brenn-
glase, mit dem ein Collectivglas verbunden war, zündeteTschirnhaufen ein hartes, trockncs Holz im Augenblick,aber grünes und im Wajftr erweichtes in drey bis vier Mi-auten an, Wasser in kleinen Gefäßen siedet sogleich, Me-talle von verhältnißmäsigcr Dicke schmelzen, sobald siedurchaus einen gewissen Grad von Hitze erreicht haben —-Dachziegel, Schiefer, Bimstcin, Kieselsteine, Talk undAsbest, glühen augenblicklich und verglasen sich, si> dichsie «ich sey» mögen. Fichtenholz wird uiitcr dem Masse?
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