r8H BrennglaS.
zu Kohle, doch bleibt die Oberfläche, die das Wasser be-ruhet, unverändert. Jedes MekaU schmelzt auf einer auö-auSgchölten Hoble, und alle, besonders Bley und Zinn,verfliegen in Rauch, wenn sie einige Zeit im Flusse erhaltenwerden. , Holzasche, Kräuter, Papier und Leinwand ver-glase» sich augenblicklich. Am leichtesten verändert dasBrcnnglas schwarze Substanzen, die im Fluße schwarz blei-ben; schwerer die, welche im Flusse ihre Farbe ändern;am schwerste» die, welche im Flusse weiß bleiben, wie Kie-sel, Kreide, Kalk u. dgl. Auf einer Porzellanplatte ver-glasen sich alle Metalle, und das Gold bekommt dabey eineschöne Purpurfarbe. Der Salpeter verflüchtiget sich i»Dämpfen. Alle Körper, nur die Metalle, und, wie Mac-quer bemerkt, den achten orientalischen Rubin ausgenoist-rnen, verlieren in diesem Feuer des Brennglaseö ihre Farbe.Manche Körper werden im Flusse durchsichtig, und beymErkalten undurchsichtig und milchweiß; andere, die imFlusse undurchsichtig waren, werden beym Erkalten durch-sichtig. Man kann durch diese G.läser auch die Stralendes Mondes conceimircn; allein sie verursachen nur Licht,nicht Wäriye, so daß man selbst daö Auge unbeschädigt inden Brcnnraum bringen kann; Gehler pdysikal. Wör-terbuch. l. S. 44l 444- Mit einem dieftr Brcnn-
gläser sott Tschirnhausc» Krebse und Fische im Wasser;
L,-«as. Lso/. 1697. Zu A»femge des
I8ten Jahrhunderts ließ der Herzog von Orieans, damali-ger Regent von Frankreich, das große, nachher der Akade-mie der Wissenschaften zu Paris gehörige Brcnnglas »achFrankreich bringen, und durch seinen Leibarzt, den berühm-ten Homberg, Versuche daOit anstellen;
1702. Als Homberg Gold genau in den Brennpunkthielt, fieng es an zu explodiren, und kleine Tröpfchen vonseiner Substanz bis 8 Zoll weit von sich zu werfen, wobeydie Oberfläche rauh und stachlicht wurde. Hierbey verän-dert sich die Substanz des Goldes nicht. Was hierbey ab-springt, sind wahre Goldkörner, die sich mit einem Papier
auf-