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ober wenigstens eines Brennglases geschehen konnte. Plu-tarch im Numa Kap. y. sagt, daß man zum Anzündendieses heiligen unauslöschlichen Feuers die (ei-gentlich kahnförmige Trinkgcfäße; s. ^
,68. 4s.) gebraucht habe, welche wie gleichschenklichc rccht-winkliche Dreyecke geformt und ausgehöhlt waren, und vonder j Peripherie aus in ein Centrum zusammenliefen. Siewaren also unsern Schmclzkiegeln ähnlich, und wurden,nach P ln ta rch, der Sonne gerade entgegen gesetzt, so daßsich die Sounenstraken überall brachen, in ein Centrum ver-einigten und daselbst zündeten. Auch Pliniu 6 (Hz/?.
II. 127.) gedenkt des Gebrauchs der Brcnnspiegelin jenen Zeiten. Das meiste Aufsehen hat die Sage erregt,daß ArchimedeS, der berühmteste Mathematiker des Al-terthums, die Flotte des römischen Kriegshelden, Mar-kus Claudius Marcellus, der im Jahre Z772 n.C. d. W. Syrakus belagerte, durch Hülfe der Brcnnspiegelverbrannt habe. Man hat daher die Frage aufgeworfen:vb es möglich sey, solche Brennspicgel zu verfertigen, dieeine solche Wirkung hervorbringen konnten? Und diese Frageläßt sich besahen, denn die Akten kannten damals schonBrcnnspiegel, wie aus den vorher angeführten Nachrichtenerhellet, und durch die Versuche der spateren Physiker ist esauch entschieden worden, daß man Brcnnspiegel verfertigenkann, die in weiter Entfernung zünden. Aber gegen die hi-storische Richtigkeit jener Erzählung, daßArchlmedesdie Flotte des Marcellus vor Syrakus durch Breimspie-gel in Brand gesteckt habe, lassen sich gegründete Einwen-dungen machen; denn die gleichzeitigen Schriftsteller, z. B.Polybius, der mit dem Archim ed es zugleich, oderdoch kurz nach ihm lebte, und Plutarch im Leben desMarcellus erwähnen dieser Sache mit keinem Worte,obgleich beyde von den Maschinen reden, die Archimedeszur Vertheidigung von Syrakus erfand. Auch Liviussagt nichts davon, und .durch das Stillschweigen di»sergleichzeitige» SchriftstellM, die doch jenen Krieg gegen dieN z Sy-