Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
203
JPEG-Download
 

Brennspiegel.

ssz

land, starb t68o, welcher "einen Brennspiegel von FußBreite und i; Schuh Brennweite, dessen schon gedacht wor-den ist, zu Stande brachte p. 88z.)

und Willens war, noch eine» andern von 7 Fuß Durch-messer zu verfertig«!; ?ku 7 o/. >ks. 6. und 40.

Diese übertraf aber ein Künstler in Lyon, Namens Vilet-<e. Einer seiner Spiegel, der nur zo Zoll Breite und zFuß Brennweite hatte 1665.), gab einen

Brennraum von der Größe eines damaligen halben Louis-d'or'6, schmolz in wenig Stunden die schwerflüßigsten Metalle,und vcrglaftte eben so bald Schmelzticgcl und andere Erdenund Steine, auf welche das gewöhnliche Feuer nicht wirkt.Dieser Spiegel ward von Ludwig XlV. gekauft, und kamin das königliche Cabinet zu PauS. Ein andrer von 44Zoll Durchmesser, welchen der Landgraf vpn Hesse» kaufte,steht in dem Museum zu Cassel, und den drillen kaufte?a-vernier, der dem König von Persien ein Geschenk damitmachte. Einen weit besseren Brennspiegel verfertigte Eh"renfried Walthervon Tshirnhausen (geb. i6;r,gest. 1708) nur das Jahr 1687; Lasset. 1687./>. 52. Der Einfall, Diamanten iin Sonncuftuer zuschmelzen und aus vielen kleinen einen größer« zu machen,soll ihm die Veranlassung dazu gegeben haben; Befchrei-bung einer Berlinischen MedaillenSamm-lung, von I. C, W. Mochsen, 177;. G. Z 55 «Dieser Brennspiegel, der sich jetzt in dem Churfürst!, mathe-matischen Salon zu Dresden befindet, ist ^ Ellen größer,als der berühmte puristische, hat z Leipziger Eilen im Durch-messer und 2 Ellen Brennweite, ist auch nicht, wie dieVi lettischen, auS einer Composition von Metallen ge-gossen , sondern aus einer zwey Messerrücken dicke» Kupfer-platte geschlagen, ungcmcin wohl postrt, und in Verhält-niß seiner Größe sehr leicht. Dieser Spiegel zündete Holzmit einer Flamme, die ein starker Wind nicht auslöschenkonnte, verbrannte auch Holz unter dem Wasser, kochte und»«'dünstete Wasser in einem irdenen Gefäße, fort Lyer im

Was-