Geschichtschreiber macht keine besondere Bemerkung dabey.Die älteste Spur von einem Briefe unter den Grieche» fin-det sich in H o in e r'S Ilia d. Vk. v. r68-, wo gesagt wird,daß Proetus dem Betlerophon einen Bcicf an deirZobates, einen König in Lycien, mitgab, woraus sichergiebk, daß das Briefschreiben wenigstens zuHomerSZeit unter den Griechen schon bekannt war; das Wortdessen sich Homer bedient, ist aber eben nichtnothwendig von der Buchstabenschrift zu verstehen. Ge-wöhnlich nahmen die Alten mit Wachs überzogene hölzerneTafelchen, gruben die Schrift mit einem spitzigen Griffelhinein, und legte» etliche dieser Tafelchen zusammen, daßsie die Gestalt eines ziemlich dicke» Buchs bekamen, wel-ches man mit einem Bande zuband, mit Wachs versiegelteund fortschickte. Der andere nahm diese Breterchen, undstrich die Schrift, nachdem er sie gelesen hakte, mit denrbreiten Theile des Gnffels aus, und grub dann wieder Mitdem spitzigen Theile seine Antwort hineim Späterhin be-diente man sich zum Brtesfchreiben des Pergaments, wel->ches wie unsere Schreibtafeln zubereitet war, daß man disSchrift wieder auslöschen konnte; Krünttz ökonomi-sche Encyclopädie. Vl. Tb- G. 658- RichardBentley wollte die Erfindung des Bricfschretbens deeAtossa, einer Gemahlin des persischen Königs Darin sHystaSpis, zuschreiben, aber Heinrich Dodwell,in der Borkcdc seiner oben angefübrtcn Schrift, widerlegtedieses, und Machte es wahrscheinlich, daß die Erfindimzbet A t 0 ssa nur datlnn bestanden habe, die einzelnen Ta-feln, worauf ein Brief geschrieben war, so mit einander zuverbinden, daß sie einen Band ausmachte», und von denBriefträgern bequemer fortgetragen werden konnten; andereschränken diese Erfindung darauf ein, daß Atossa ih-re Leute im Briefschreiben unterrichtet habe; Z. A. Fa-bricii Allgemeine Hist. der Gelehrs. 1752. r.B. S. rzr. Auch die geheimen Briefe, wccinne man sichverabredeter Zeichen bediente, deren Bedeutung sonst »re-B.H«M.d.Erf.r.Ld.a.Md. O wand
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